Null zum Null in der Playoff-Runde
Am Mittwochabend auf dem Vid Júpumyrar endete das Duell zwischen KÍ Klaksvik und Riga 0:0. Die Partie der Playoff-Runde der UEFA Conference League bot wenig Schwung, aber genug Spannung, um die Augen offen zu halten. Interessant wird es erst, wenn man die Zahlen hinter dem Ergebnis betrachtet — und die lagen keineswegs auf einer Linie.
In der 36. Minute sah Oussama Ali die Gelbe Karte, ein Hinweis darauf, dass der Rhythmus schon früh stockte. Daneben passierte wenig, was man als Wendepunkt bezeichnen könnte. Die Mannschaften standen sich gegenüber, und dann kam die Pause ohne Tore, ohne große Szenen. Nebenbei fiel auf, dass Riga in den letzten Spielen deutlich mehr Treffsicherheit zeigte — vier Treffer in drei Partien, davon zwei Siege. Heute nicht.
Erst nach der Halbzeitpause begann das Hin- und Her. In der 61. und 62. Minute gingen zwei Gelbe Karten an A. Ankrah und Ahmed Ankrah — dieselbe Person, zwei Karten, ein Muster, das auf Nervosität hindeutet. Dann folgten die Einwechslungen wie ein Wasserfall: in der 66., 79., 80., 83., 88. und schließlich zweimal in der 93. Minute. J. Johannesen, H. Hansson, P. Klettskard, R. Aouani, O. Ali, Iago Siqueira und Reginaldo Ramires. Der Trainerwechsel stockt oft, wenn keine Tore kommen.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte. Klaksvik kontrollierte mit 51 Prozent Ballbesitz, Riga kam auf 49. Beide Teams hatten neun Fouls, beide zehn Freistöße. Aber bei den Schüssen zeigte sich der Unterschied: Riga traf mit 38 Prozent Genauigkeit, Klaksvik nur mit 33. Fünf Schüsse ins Tor für die Gäste, zwei für die Gastgeber. Und trotzdem kein Ergebnis. Die Chancen gingen unter — ein typisches Bild, wenn man viel angreift, aber nicht die entscheidende Minute findet.
Was das Ergebnis bedeutet, ist simpel. Beide Teams bleiben unentschieden, die Tabelle ändert sich nicht. Für Riga war es ein Rückschlag nach fünf Siegen in Folge — ein Lauf, der für eine Überraschung sorgen könnte, aber heute nicht stattfand. Klaksvik hingegen hatte zuletzt keine solche Serie: vier Niederlagen in den letzten vier Spielen. Heute immerhin ein Punkt. Und das war alles, was herauszuholen war.
Wir hatten auf einen Gastgewinn gesetzt, mit 46 Prozent Sicherheit. Der Prognose ging es nicht gut. Nicht, weil die Zahlen falsch waren, sondern weil der Moment fehlte, in dem einer der beiden Teams den anderen durchbrach. Und dann blieb es bei Null.