Lemgo und Erlangen trafen in der Bundesliga aufeinander, das Spiel endete 28:33 für die Gäste. Interessant wird es, wenn man die aktuelle Tabelle betrachtet: Lemgo liegt mit vier Punkten auf dem neunten Platz, Erlangen mit drei Punkten auf dem dreizehnten. Die Heimmannschaft hatte in vier Spielen noch keinen einzigen Verlust verbucht, die Gäste hatten bereits eine Niederlage kassiert.
Und dann kam es anders. Wir hatten einen Sieg für die Heimmannschaft vorhergesagt, die Wahrscheinlichkeit lag bei fünfundfünfzig Prozent. Der Matchplan sah eine andere Richtung vor, und die Gäste nutzten die Chancen, die sich ergaben. Nebenbei: Lemgo verlor nach der Begegnung seine Unbesiegtheit.
Die letzten Spiele der Heimmannschaft zeigten ein gemischtes Bild. Sie gewannen gegen Bittigheim und Wetzlar, verloren gegen Kiel und Flensburg. Bei den Gästen war es ähnlich – ein Sieg gegen Bergischer, ein Unentschieden gegen Hannover-Burgdorf, eine Niederlage gegen Flensburg. Die Formkurven kreuzten sich in diesem Spiel.
Was die Tabelle betrifft: Vier Punkte versus drei Punkte trennen die Mannschaften nur minimal. Ein Sieg für Erlangen bedeutet, dass sie sich vom Abstiegskampf entfernen. Lemgo bleibt zwar ungeschlagen in der Vergangenheit, aber heute war das kein Vorteil.
Der Unterschied lag in den entscheidenden Momenten. Erlangen hielt die Ruhe, als es darauf ankam. Lemgo verlor die Nerven, als die Gäste den Abstand vergrößerten. Und dann war es zu spät.