Lommel United — Brugge 0:1
Am Freitagabend traf Lommel United im Sovereinstaadion auf Brugge. In der fünften Runde der Pro-Liga-Jupiler reichte ein Eigentor, um die Gäste zu belohnen. Die Partie endete 0:1, und Brugge zog damit an Lommel vorbei in der Tabelle. Interessant wird es, weil das Ergebnis den Unterschied zwischen Platz vier und sechs noch enger machte.
Der entscheidende Moment kam in der 45. Minute. Timothy Eyoma köpfte den Ball ins eigene Netz. Nebenbei fiel auf, dass Lommel zuvor in der 36. Minute die gelbe Karte für Lee Han-beom sah. Der Treffer war nicht geplant, aber er blieb. Und dann war die Halbzeitpause nah, und der Abstand betrug ein Tor.
Nach der Pause gab es weitere Episoden. In der 74. Minute wollte Nicolo Tresoldi für Brugge treffen, doch ein VAR-Eingriff strich den Treffer. Die Gäste spielten in Überzahl, denn Freddie Potts erhielt in der 82. Minute die zweite gelbe Karte. Achtelfinal-ähnliche Spannung entstand nicht, aber der Moment mit der Absprache blieb im Gedächtnis. Und dann kamen die Wechsel: Stredair Appuah, Hugo Vetlesen und Romeo Vermant für Lommel, Kyriani Sabbe und Nicolo Tresoldi für Brugge.
Die Zahlen erzählen ihre eigene Geschichte. Brugge hatte 52 Prozent Ballbesitz, Lommel 48. Die Gäste schossen dreimal aufs Tor, die Gastgeber zweimal. Doch die Treffsicherheit lag bei beiden unter 30 Prozent. Interessant wird es, weil Lommel mit 68 Angriffen weniger Gefahr schuf als Brugge mit 103, aber die eigenen Chancen besser nutzte. Und dann fiel auf, dass die Gastgeber viermal abseits standen, während Brugge dreimal den Faden verlor.
In der Tabelle bewegt sich jetzt wenig. Brugge steht auf Platz vier mit zehn Punkten nach fünf Spielen, Lommel auf Platz sechs mit acht Punkten. Der Abstand zwischen den Mannschaften beträgt zwei Punkte. Und dann bleibt zu sagen, dass diese Partie zeigte, wie knapp solche Begegnungen in der Mitte der Tabelle sein können. Ein Eigentor entschied, und das war genug.