Londrina und Juventude spielten am Dienstagabend im Estádio Jacy Saff in der Serie B ein torloses Unentschieden. Das Spiel endete 0:0, die Gäste aus der Hauptstadt Brasiliens blieben damit ihrer Siegesserie beraubt. Interessant wird es: Beide Teams wechselten in der zweiten Halbzeit massiv um, als wäre man sich einig, dass das Ergebnis nicht mehr zu ändern war.
Die erste Halbzeit verlief ruhig. Juventude hatte den Ball, Londrina hielt die Struktur. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber defensiv dicht standen und kaum Räume ließen. Die Statistik bestätigt das: 42 Prozent Ballbesitz für Londrina, 58 für die Gäste, doch die Angriffe sprachen nicht an. Achtzig Zwei gegen einhundertfünfzehn – die Zahlen zeigen, wer die Initiative hatte.
In der 66. Minute geschah das, was oft in solchen Spielen passiert. Juventude wechselte fünf Spieler auf einmal: Alisson Safira, Gilberto, Willian Pottker, Gabriel Pires. Londrina antwortete ebenfalls mit Wechseln, zwei Minuten später kamen Lucas Mineiro und MP aufs Feld. Und dann – nichts. Keine Tore, keine Szenen, die das Spiel gedreht hätten.
Die Statistik ist deutlich. Juventude schuf eine große Chance, Londrina null. Die Expected Goals liegen bei 0,78 für die Gäste und 0,23 für die Gastgeber. Zwei Schüsse aufs Tor von jedem Team, die Trefferquote bei 29 Prozent versus 25 Prozent. Man könnte sagen, die Gastgeber waren effizienter. Oder man sagt, dass die Gäste mehr Chancen hatten und keine verwerteten.
Für die Tabelle bedeutet das wenig. Juventude bleibt an der Spitze mit 45 Punkten nach 24 Spielen, Londrina rutscht nicht weiter ab und liegt mit 21 Punkten auf dem 18. Platz. Die Gäste verloren ihren Siegerrhythmus, die Gastgeber gewannen nichts hinzu. Ein Punkt, der für beide Seiten den Alltag nicht verändert.