Am Freitagabend bezwang RIT die Minutemen aus Massachusetts mit 3:2 in der NCAA. Die Gäste gingen als Tabellenführer auf das Feld, die Gastgeber lagen auf Platz acht. Am Ende stand der Besuchersieg, der die aktuelle Serie der Hausherren beendete.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Wahrscheinlichkeit lag bei 66 Prozent. Interessant wird es, wenn man die letzten Begegnungen betrachtet: Die Minutemen kamen nach zwei Niederlagen, 1:6 und 0:2, zurück. Nebenbei fiel auf, dass RIT in den Spielen zuvor gegen Niagara und Holy Cross unterschiedlich agierte – mal stark, mal zerbrechlich. Der Unterschied lag in der Konzentration in den entscheidenden Momenten.
Massachusetts hatte zuvor mit 4:1 und 4:2 noch Punkte geholt, doch der Rhythmus war gebrochen. RIT nutzte die Schwäche und entschied die Partie selbst. Ein Fehler, den man in der Nachspielzeit nicht mehr korrigieren kann, wenn die Beine schwer werden.
Die Tabelle zeigt für die Gastgeber achteinundzwanzig Spiele, zehn Siege, vierzehn Unentschieden, drei Niederlagen. Für RIT dreißig Partien, neunzehn Siege, sieben Unentschieden, vier Niederlagen. Beide mit null Punkten – die Saison steht noch am Anfang, die Reihenfolge ist noch nicht endgültig.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Formkurven sich schneller wenden als man denkt. Massachusetts wartet seit Wochen auf einen Sieg, RIT reiste nicht als Statist an. Der 3:2-Sieg ist ein Ergebnis, das man nachspielt, nicht eines, das man ignoriert.