Heimkehr in die Spur: Mjällby dreht gegen Tabellenführer Sirius
Mjällby und Sirius lieferten sich in der 17. Runde der Allsvenskan ein Remake der eigenen Formkurven. Der Tabellenzweite mit 45 Punkten traf auf die Heimmannschaft, die mit 20 Punkten auf Platz 12 notiert ist. Nach einer knappen Halbzeit, in der Sirius die besseren Szenen hatte, drehte Mjällby das Spiel und gewann 4:3. und dann zeigte sich, dass solche Spiele selten nach Plan laufen.
Sirius übernahm früh die Initiative. Otso Liimatta traf in der 6. Minute und verdoppelte vierzehn Minuten später auf 2:0. Isak Bjerkebo sorgte für 3:0 zur Pause. Mjällby fand nie ins Spiel, und dann kam die Umstellung. In der 46. Minute wechselte Trainer Rikard Norling gleich drei Spieler – Villiam Granath, Ludvig Svanberg und Ian Hoffmann. Sofort reagierte die Mannschaft.
Olle Lindberg glich in der 46. Minute aus und setzte in der 47. Minute nach. Jacob Bergström erhöhte in der 54. Minute auf 3:2. Die Heimmannschaft hielt kompakter stehen und fand den Rhythmus. In der 77. Minute traf Bergström erneut, und in der 87. Minute sorgte Lindberg für den 4:3-Siegtreffer. interessant wird es, wenn man sieht, wie schnell sich die Stimmung wenden kann.
Die Statistiken verhehlen eine andere Geschichte. Mjällby hatte 53 Prozent Ballbesitz, Sirius 47. Beide Teams schossen elfmal, Mjällby traf sechsmal, Sirius fünfmal. Drei große Chancen schuf jede Seite. Doch die Effizienz unterschied sich. nebenbei fiel auf, dass Mjällby 115 Pässe in die letzte Drittel brachte, während Sirius nur 90 absolvierte.
Für Mjällby war es der erste Sieg nach fünf Spielen ohne Erfolg. Die letzten Begegnungen zeigten eine Abwärtsspirale: Niederlagen gegen Slovan Bratislava und Elfsborg, ein Unentschieden gegen Lincoln Red Imps und eine Niederlage gegen Kalmar. Sirius hingegen liefen früh an und zeigte Konstanz mit fünf Spielen ohne Niederlage in Folge.
Die Tabelle ändert sich kaum. Mjällby bleibt auf Platz 12 mit 20 Punkten nach 19 Spielen. Sirius verteidigt mit 45 Punkten aus 20 Partien die Tabellenführung. Der Punktgewinn ist und dann ein Schritt, aber der Abstand von 25 Punkten bleibt gewaltig.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Tabellenpositionen nicht alles entscheiden. Mjällby zeigte, dass in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht. Drei Tore in dreißig Minuten, drei Wechsel, ein Umschwung. Das ist Sport.