Nigeria und Kamerun trafen im Rahmen der Basketball-Weltmeisterschaft aufeinander. Das Spiel endete mit 62:78 für die Gäste aus dem zentralafrikanischen Land. und dann war die Partie vorbei, bevor die Gastgeber wirklich durchatmen konnten.
Die Nominierung für das Turnier war lang erwartet worden. Kamerun standen mit einem Bein in der nächsten Runde — nicht durch Dominanz, sondern durch Effizienz. Nigeria warteten seit Wochen auf einen Sieg und scheiterten diesmal an derselben Schwäche wie in den Begegnungen zuvor.
Interessant wird es bei den Zahlen. Nigeria warfen 19 Treffer aus dem Feld, Kamerun 23. Der Unterschied lag nicht in der Menge, sondern in der Qualität. Die Gäste verwandelten 17 von 22 Freiwürfen, die Gastgeber nur 16 von 24. nachnebei fiel auf, dass Kamerun sieben Blocks verbuchte, Nigeria nur einen. Das sagte mehr aus als die reine Trefferzahl.
Die Abwehrzonen bestimmten das Bild. Nigeria holten sich 26 defensive Rebounds, Kamerun 31. Der Unterschied von fünf Bällen entschied über den Rhythmus. Nigeria standen nur noch zu zehnt in der zweiten Halbzeit — nicht durch Platzverweise, sondern durch eigene Fehler: 16 Ballverluste gegen elf für die Gegner.
Die jüngere Vergangenheit spricht eine deutliche Sprache. Nigeria unterlag in vier der letzten fünf Begegnungen, darunter 69:55 gegen Guinea und 75:91 gegen Senegal. Kamerun verlor ebenfalls, doch die Siege gegen den Südsudan und Libyen zeigten Stabilität. interessant wird es nun, wer aus diesen Mustern lernt.
Das Ergebnis ändert wenig an der Gruppeneinteilung. Beide Teams stehen noch im Rennen um die folgende Phase. Nigeria muss den Umgang mit Ballverlusten finden. Kamerun muss die Abwehrkonsistenz halten. und dann beginnt die eigentliche Arbeit für beide Mannschaften.