Unentschieden in der Challenge League: Rapperswil und Kriens trennen sich 1:1
Am Dienstagabend endete das Spiel der Challenge League zwischen Rapperswil und Kriens mit einem 1:1. Die Gastgeber gingen in der 62. Minute durch N. Siegrist in Führung, doch S. Diarrassouba glich für die Gäste in der 75. Minute aus. Es war ein Spiel, in dem Rapperswil den Großteil der Ballbesitzzeit für sich beanspruchte, aber der Lohn dafür war nur ein Punkt. Nebenbei fiel auf, dass die Partie am Ende durch ein Rotkartensystem beschleunigt wurde.
Rapperswil kontrollierte den Ballverlauf, 54 Prozent gegen 46 Prozent bei Kriens. Die Gastgeber schossen elfmal aufs Tor, davon landeten mehrere Versuch im Ziel, während Kriens mit sieben Treffern auf dem Pfosten oder daneben blieb. Interessant wird es bei der Auswertung: Viele Schüsse für Rapperswil, ein Tor. Das bedeutet, dass Chancen nicht genutzt wurden. Die Gäste hingegen waren effizienter, aber weniger gefährlich in der Offensive.
Die Karte auf dem Platz veränderte den Lauf der Dinge. R. Bobadilla von Kriens erhielt in der 84. Minute die Gelbe und dann in der 90. Minute plus zwei die zweite Gelbe, was den Roten folgte. In der letzten Phase spielte Kriens also in Unterzahl, was das Ergebnis nicht mehr veränderte, aber die dramatische Note erhöhte. Zuvor hatte N. Siegrist für Rapperswil bereits in der 62. Minute den Führungstreffer erzielt.
Pauschal lässt sich nicht sagen, dass eine Mannschaft besser war. Rapperswil hatte mehr Ballbesitz und mehr Schüsse, aber Kriens verteidigte besser und nutzte die eigene Chance. Die Statistik zeigt: Rapperswil schaffte vier große Chancen, Kriens zwei. Vier große Chancen und ein Tor — das ist keine hohe Ausbeute.
Standtechnisch bleibt das Ergebnis für beide Seiten ähnlich. Rapperswil liegt nach sechs Spielen auf dem neunten Platz mit drei Punkten, Kriens bleibt mit neun Punkten auf dem zweiten Rang. Die Tabelle ändert sich nicht grundlegend, aber für Rapperswil war es ein Punkt, der nicht ausreichte, um die eigene Schwäche zu kompensieren.
Was auffiel: Rapperswil spielte die zweite Hälfte in Überzahl, aber das änderte nichts am Endergebnis. Kriens hielt sein Team im Spiel, auch wenn sie am Ende mit zehn Mann dastanden. Ein Unentschieden, das niemanden überraschte, aber auch niemanden zufriedenstellte.