Drei Minuten, die den Abend veränderten
Shanghai SIPG und Qingdao Zhongneng trafen in Runde 24 der Superliga aufeinander. Die Gastgeber gewannen 2:1. Strandberg hatte für die Gäste früh zwei Tore erzielt, bevor Wu Lei im zweiten Durchgang die Weichen stellte. Und dann kam der entscheidende Moment.
Die ersten Minuten gehörten Qingdao. In der 16. Minute traf Carlos Strandberg, eine Minute später folgte sein Treffer zur 2:0-Führung. Shanghai reagierte nicht sofort. Erst zur Pause änderte sich das Bild. Wu Lei egalisierte in der 44. Minute, und ab der 67. Minute, als er nach einem VAR-Eingriff verwandelte, war der Lauf entschieden.
Shanghai behielt den Ball. 59 Prozent Possession, 113 Angriffe, 449 Pässe. Qingdao verteidigte sich, 68 Angriffe, 321 Pässe, mehr Bälle im Luftkampf. Die Gastgeber schossen viermal ins Ziel, die Gäste zweimal. Zwei große Chancen brauchte Shanghai, um das Spiel zu drehen. Interessant wird es, wenn man sieht, wie wenig davon verwertet wurden.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. Vier Schüsse ins Tor, zwei Tore — das bedeutet nicht, dass alles lief. Shanghai kontrollierte, Qingdao suchte nach Lücken. In der 64. Minute fiel der Elfmeter für Shanghai. Óscar Melendo wurde verwarnt, Junshuai Liu gleichfalls. Die Szene ging in die Überprüfung.
Shanghai steht siebent mit 32 Punkten, Qingdao sechzehnt mit 14. Die Gastgeber gewannen nach 1:1, 3:2 und 3:2 — drei Spiele hintereinander mit Toren in den letzten Minuten. Qingdao verlor fünfmal in Folge, zuletzt 1:3 bei Shandong Taishan. Nebenbei fällt auf: Die Gäste hatten kaum Chancen, Shanghai nutzte, was kam.
Das Spiel entschied sich in drei Minuten. Strandberg hatte Qingdao in Führung gesetzt, Wu Lei holte es zurück. Ein Elfmeter, eine Verwarnung, ein Tor — das war der Unterschied. Shanghai bleibt in der oberen Tabellenhälfte, Qingdao rutscht weiter ab.