Abass rettet Radnički in der Nachspielzeit
Radnički Niš hat in der dritten Runde der Super Liga das Spiel gegen Zemun mit 1:0 gewonnen. Das Tor fiel in der 90. Minute und 5 Sekunden — I. Abass warf alles nach vorn, als die Zeit knapp wurde. Zemun bleibt mit einem Punkt weiterhin Tabellenletzter, während die Gäste aus Niš ihre erste Saisonfeier schieben können.
Die Partie wurde von Disziplinproblemen überschattet. D. Jovanovic kassierte bereits in der 39. Minute die erste Karte für Zemun, dann folgte N. Belakovic in der 54. Minute. A. Kadijevic musste in der 57. Minute den Platz verlassen — nein, eine Karte erhielt er, nicht eine Rote. Die Schiedsrichter zeigten sich großzügig mit Verwarnungen: U. Vitas, N. Kalat, M. Jokic und I. Abass selbst wurden ebenfalls ermahnt. Insgesamt sieben Gelbe Karten in einem Spiel, das eigentlich um Punkte gehen sollte.
Interessant wird es bei den Zahlen. Radnički besaß die Kugel in 66 Prozent der Zeit, Zemun nur in 34. Die Gäste warfen 22 Schüsse ab, davon trafen 11 aufs Tor. Zemun kam auf vier Versuche, zwei davon zielten in die Nähe des Tores. Vier große Chancen erschuf Radnički, Zemun null. Und trotzdem: Der Torhüter der Gastgeber musste elfmal greifen, der von Radnički nur zweimal. Das Spiel war eine einseitige Belagerung, die erst in der letzten Viertelstunde ihr Ende fand.
Die Substitutionen kamen spät. D. Petrovic für Zemun in der 56. Minute, dann A. Shestyuk in der 63. Für Radnički kamen F. Kanoute, D. Tabakovic und U. Ljubomirac nacheinander. Man sah, dass beide Trainer in der Schlussphase noch etwas bewegen wollten. Zemun warf alles nach vorn, aber die Defensive von Radnički stand.
Was bedeutet das Ergebnis? Zemun steht mit null Siegen und einem Punkt auf dem 14. Platz nach acht Spielen. Die Niederlage gegen IMT Beograd mit 0:4 hat die Mannschaft nicht geheilt, die Remis gegen Partizan auch nicht. Radnički hingegen hat mit dem Sieg gegen Příbram und dem Dreier gegen Spartak Zdrelevo KRV bewiesen, dass sie mehr können als nur zu verlieren. Fünf Punkte nach sieben Spielen — das ist kein Grund zur Euphorie, aber ein Anfang.