Zenit St. Petersburg hat sich in der Superliga mit 28:27 gegen die Chechower Medwedys durchgesetzt. Das Spiel am 23. September 2026 endete mit einem knappen Sieg für die Gastgeber, die damit ihren zweiten Erfolg in Folge feierten. Interessant wird es, wenn man die zweite Halbzeit betrachtet.
Nach der Pause führte Zenit bereits mit zehn Toren Unterschied. Und dann kam der Zusammenbruch. Die Medwedys drückten immer näher, gaben den Ball nicht her, spielten über die Aussen, und in der Schlussviertelstunde glich alles noch einmal aus. Nebenbei sei erwähnt: dieser Rückstand wäre in einer anderen Saison vielleicht anders ausgegangen.
Wir hatten im Vorfeld den Heimsieg prognostiziert, mit 53 Prozent Wahrscheinlichkeit. Dass die Vorhersage zutrifft, überrascht nicht wirklich. Zenit steht auf der Kippe, wenn man die Tabelle betrachtet, aber in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht. Die Gastgeber liessen sich den Ball abnehmen, standen kompakter, und der Routinier beruhigte das Spiel am Ende.
Zenit liegt damit weiter auf Platz zwei, mit sieben Punkten nach vier Spielen. Die Medwedys bleiben an achter Stelle, mit fünf Zählern aus drei Begegnungen. Der Abstand zwischen den Teams bleibt bestehen, auch wenn das Ergebnis knapp war.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Handball nicht nur eine Angelegenheit von Toren ist. Sondern von Momenten, in denen man sich nicht aufgeben darf. Und genau das haben die Medwedys in der Schlussphase verpasst.