Pljuschtschow: Avangards Verletzungswelle kein Zufall
Ex-Nationaltrainer Wladimir Pljuschtschow sieht die Ausfälle von 11 Stammspielern in Omsk als Folge einer schwachen Vorbereitung unter Trainer Boucher.
Avangard spielte gegen Spartak ohne 11 Spieler aus dem Stammkader. Wladimir Pljuschtschow, früher Trainer der russischen Nationalmannschaft, führt die Verletzungswelle auf die Saisonvorbereitung zurück. Das sagte er laut Sports.ru.
«Zu Saisonbeginn können 1 oder 2 Verletzungen Zufall sein, aber keinesfalls 10», sagte Pljuschtschow. «Und das bei den Führungsspielern, die die Hauptlast tragen.»
Den Trainerstab von Boucher nimmt er dafür in die Verantwortung. «Ich verstehe es so, dass der Stab die Vorbereitung von Anfang an auf die leichte Schulter genommen hat: Die einen kamen zu spät ins Trainingslager, die anderen reisten wegen der Geburt ihrer Kinder ab», sagte er. Wenn im September die halbe Mannschaft ausfalle, sei bei den Belastungen ein Fehler gemacht worden, entweder mit zu viel oder mit zu wenig. Im Fall von Boucher gehe es um das Zweite. «Diese schwache Vorbereitung behindert die Mannschaft sehr», so Pljuschtschow.
Ob Omsk den Gagarin-Pokal noch holen kann, beantwortete er mit dem Verweis auf die Kaderqualität. Im Osten habe Avangard dabei keine Konkurrenz, «vielleicht mit Ausnahme von Magnitogorsk und Jekaterinburg». Um diese Chance zu nutzen, brauche es aber «richtige Trainerarbeit». «In den vergangenen Jahren haben wir sie nicht gesehen. Schauen wir, wie es in dieser Saison wird», sagte Pljuschtschow.
Kehren die Verletzten rasch zurück, könnte der Kader an Tiefe gewinnen, die der Start bisher nicht gezeigt hat. Bleibt die Ausfallliste lang, dürfte der Druck auf den Trainerstab wachsen.
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