Grigorenko: Traktor muss gewinnen lernen
Nach der 3:4-Niederlage gegen SKA übt Michail Grigorenko Selbstkritik an Traktor Tscheljabinsk – fehlende Tore bleiben das Kernproblem des Tabellenletzten im Osten.
Michail Grigorenko hat nach der 3:4-Niederlage von Traktor Tscheljabinsk gegen SKA eine klare Trennlinie gezogen: gut spielen und gewinnen seien zwei verschiedene Dinge. Traktor müsse gewinnen lernen.
Traktor kassierte damit die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel und liegt mit 4 Punkten auf dem letzten Platz im Osten. Beim Stand von 1:4 sei ein Rückstand kaum mehr aufzuholen gewesen, sagte Grigorenko. Die Chancenverwertung nannte er offen ein Problem des Teams, ohne die Gründe im Detail zu benennen.
Auch die Heimserie fiel durchwachsen aus: drei Niederlagen in vier Spielen, die Rückstände dabei jeweils knapp. Grigorenko sprach von naher, ausgeglichener Gegenwehr, doch das ändere nichts am Ergebnis. Vom Trainerstab erwartet er nun die Videoanalyse. Auf die Frage, was den erfahrenen Spielern – ihn selbst eingeschlossen – noch fehle, antwortete er knapp: Tore.
Cheftrainer Scott Gordon bewertete die Partie differenzierter. Die Zeit in der Angriffszone habe ihm gefallen, nach seiner Einschätzung war es statistisch eines der besten Spiele der laufenden Qualifikationsrunde in dieser Kategorie. Ein einzelner Aussetzer habe jedoch das gegnerische Tor ermöglicht und am Ende die Partie entschieden.
Zum Nachwuchsverteidiger Mark Radionow wollte sich Gordon vor der Videoanalyse noch nicht endgültig äussern, lobte aber dessen Ruhe am Puck und die Bereitschaft, das Spiel zu kontrollieren statt die Scheibe vorzeitig abzugeben. Auf Nachfrage zu weiteren Rückkehrern aus der WHL erteilte er vorerst eine Absage: Mit acht Verteidigern und 13 Stürmern wolle die Mannschaft vorerst weiterarbeiten.
Zur schwachen Chancenverwertung trotz klarem Übergewicht im Spiel verwies Gordon auf das Tor von Boris Katschuk als Beispiel für den richtigen Weg: Scheibe zum Tor, Nachsetzen, Treffer. Sein Team habe zu oft am Rand der gegnerischen Zone verharrt, anstatt ins Zentrum vor das Tor zu drängen und dort ein Überzahlspiel zu erzwingen.
Traktor tritt die kommende Auswärtsserie mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Partien an. Ob sich die von Gordon angesprochenen positiven Ansätze in Punkte umsetzen lassen, dürfte sich erst in diesen Gastspielen zeigen.
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