Am Sonntagabend trafen Alianza und San Francisco in der siebten Runde der Apertura aufeinander. Das Spiel endete 0:0. Und dann – wie oft in solchen Abenden – entschied nichts über den Ausgang.
Die erste Halbzeit blieb ruhig. Beide Seiten prüften sich über Bälle aus der Tiefe, kamen nicht zu mehr als ein paar flüchtigen Ansätzen. Interessant wird es, wenn eine Mannschaft den Ball länger hält, doch hier verteilten sich die Aktionen gleichmässig. Alianza besass 41 Prozent, San Francisco 59 – die Zahlen zeigen eine Dominanz, die sich nicht in Torchancen niederschlug.
Nach der Pause änderte sich wenig. Zur 46. Minute brachten beide Trainer je einen Spieler aufs Feld, doch die Wirkung blieb aus. Nebenbei fielen zwei Gelbe Karten zur 59. Minute, einer für jeden Seitenwechsel. Die Spiele wurden nicht offener, sondern nur etwas ruppiger.
Die Statistik bestätigt den Eindruck: Alianza kam auf 11 Treffer aufs Tor, San Francisco auf 12. Beide Seiten warfen sechs Schüsse daneben. Über 100 Angriffe pro Mannschaft – und doch kein Tor. Die Zahlen lügen nicht, doch sie erzählen nicht alles.
Alianza steht nach 16 Spielen auf dem zweiten Platz mit 27 Punkten, San Francisco auf dem vierten mit 20. Und dann – genau das ist es, was zählt: zwei Punkte mehr, zwei Positionen höher. Die Kluft bleibt, doch für heute reichte es nicht, sie zu verkleinern.