Unentschieden im Schatten der Chancen
Am Sonntagabend traf Atlético Tucumán auf Belgrano de Córdoba in der Clausura der argentinischen Profiliga. Das Spiel endete torlos. Die Gastgeber blieben im Stadion El Monumental José Fierro ohne Treffer, obwohl sie in der ersten Halbzeit mit einer Gelben Karte bestraft wurden. Belgrano dominierte den Ball, fand aber nicht den Weg ins Netz.
Die gelbe Karte für R. Hernandes fiel zur Pause. In der zweiten Hälfte sah F. Vazquez das gelbe Blatt nach einer Stunde. Danach folgten mehrere Auswechslungen: N. Fernandez und R. Tesuri, später E. Rigoni, L. Diaz und N. Franco. Die Schiedsrichter zeigten zudem am Ende N. Lamendola und A. J. Benitez Cabrera die Karte. Keine rote Karte, aber die Konzentration ließ im Finale nach.
Interessant wird es bei den Zahlen. Belgrano hielt 62 Prozent Ballbesitz, Atlético nur 38. Doch Besitz allein entschied nicht. Die Gastgeber hatten sieben Ecken und neun Schüsse im Strafraum, Belgrano drei Ecken und sechs. Beide Seiten schufen kaum große Momente: Atlético null, Belgrano eins. Die erwarteten Tore lagen bei 0,62 für die Heimmannschaft und 0,53 für die Gäste. Viele Pässe, wenig Gefahr.
Die Statistik zeigt ein Spiel, bei dem die Gäste den Gegner einschnürten, aber nicht brachen. Belgrano schoss dreimal ins Tor, Atlético zweimal. Von den zehn Schüssen auf Ziel trafen nur fünf. Die Quote hat sich kaum bewegt. Drei Punkte waren nicht drin, auch wenn die Tabelle für Belgrano gut aussieht.
Atlético Tucumán steht an 13. Stelle mit 14 Punkten aus 16 Spielen. Belgrano liegt auf Rang fünf mit 26 Punkten. Das Unentschieden beendete keine Serie, es verlängerte keine. Für die Gastgeber war es die zweite torlose Partie in Folge. Für Belgrano der sechste Einsatz ohne Sieg.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Statistik nicht alles ist. Die Gäste dominierten den Raum, die Gastgeber den Körper. In der 78. Minute, als alle fünf Auswechslungen durchgeführt waren, sah man das Wesen des Spiels: viel Bewegung, wenig Ergebnis. Die Tabelle wird sich morgen nicht ändern. Aber in der Kabine rumort es bei beiden Seiten.