Am Dienstagabend traf Blackburn im Ewood Park auf Sheffield United in der sechsten Runde der Championship. Die Gäste gewannen 1:2 und beendeten damit eine Serie, in der sie bereits im August gegen denselben Gegner erfolgreich waren. Interessant wird es, wenn man den Verlauf betrachtet: drei Tore bis zur Pause, danach nur noch Umstellungen und Gelbe Karten.
Kristi Montgomery eröffnete in der zwanzigsten Minute — Blackburn ging früh in Führung. Thomas Cannon glich in der fünfunddreißigsten Minute aus, und Sydie Peck setzte vier Minuten vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit den Schlusspunkt. Nebenbei fiel auf, dass Sheffield in dieser Phase schon die Initiative übernahm. Rhys Norrington-Davies wurde in der fünften Minute der zweiten Halbzeit eingewechselt, bevor die Gastgeber versuchten, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die zweite Halbzeit verlief ruhig. Hamza Choudhury und Joe Rothwell kamen für Sheffield in der achtundfünfzigsten Minute. Romelle Donovan, Todd Cantwell, Sam Morsy und Ben Brereton folgten später. Drei Gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter — Romelle Donovan, Kristi Montgomery und Japhet Tanganga. Es gab keine Wende, Blackburn warf sich in jeden Ball, fand aber nicht mehr zum Abschluss.
Die Zahlen zeichnen ein klares Bild: Blackburn behielt mit 63 Prozent den Ball, schoss fünfzehn Mal und verfehlte dabei neun Treffer. Sheffield kam auf drei Schüsse im Ziel bei fünfzehn Versuchen. Die Expected Goals lagen bei 1,6 für die Gastgeber und 0,47 für die Gäste. Viele Schüsse mit einem Treffer — die Chancen gingen verloren.
Wir hatten Sheffield mit dreißigacht Prozent Wahrscheinlichkeit gesehen. Der Vorhersagewert zeigte die Richtung, und die Gäste nutzten den Standard. Die Quote hat sich kaum bewegt, aber das Ergebnis bestätigt die Einschätzung.
Sheffield United steigt damit auf den neunten Platz mit neun Punkten nach sechs Spielen. Blackburn bleibt auf Platz neunzehn mit fünf Punkten. Der Kontrast zwischen vierzehn Abwehraktionen und zwanzig erfolgreichen Tackeln der Gäste erklärt, warum die Gastgeber chancenlos blieben, als das Spiel entschieden war.