Am Freitagabend trafen die Gastgeber von Boca Juniors auf Vélez Sarsfield in der Clausura der argentinischen Profiliga. Das Spiel endete 1:1. Die beiden punktgleichen Teams um die Tabelle herum zeigten in der vierten Runde des zweiten Turnierteils eine ausgeglichene Partie.
Die erste Minute, die zählte, war die zwölfte. D. Valdés erzielte für die Heimmannschaft das Führungstor. Interessant wird es dann, als die Gäste in der neununddreißigsten Minute antworteten. S. Ascacíbar glich aus, nachdem L. Blanco bereits die erste gelbe Karte gesehen hatte. «standen hinten offen wie ein Scheunentor», könnte man sagen, doch die Zahlen zeigen etwas anderes.
Die Statistik der Heimsseite liest sich so, als hätte man den Gegner dominiert. 59 Prozent Ballbesitz, 2,18 Expected Goals, neun Schüsse aufs Tor. Und trotzdem reichte das nur zu einem Punkt. Viele Schüsse, wenig Tore — die Chancen gingen verloren. Die Gäste hatten 0,72 Expected Goals und vier Trefferversuche, die zählten.
In der vierzigsten Minute kamen die Gelben. Barros Schelotto, Robertone, Costa — drei weitere Verwarnungen folgten schnell. Nebenbei fiel auf, dass in der vierzigsten Minute beide Mannschaften tauschten. Valdés und Costa wurden ausgewechselt, bevor die Halbzeitpause kam. Das war unusual für ein Spiel, das eigentlich ruhig blieb.
Miguel Merentiel und D. Godoy kamen in der sechsundsechzigsten Minute für die Heimmannschaft. L. Flores folgte in der vierundsiebzigsten. Bei den Gästen wechselte man in der zweiundachtzigsten und dreiundachtzigsten Minute. L. Robertone und M. Lanzini mussten gehen. J. Garcia erhielt als letzter Spieler eine Verwarnung in der achtenundachtzigsten Minute.
Die Tabelle änderte sich nicht grundlegend. Boca Juniors bleibt auf dem zweiten Platz mit dreißig Punkten nach sechzehn Spielen. Vélez Sarsfield liegt auf dem dritten Platz mit achtundzwanzig Punkten. Ein Punkt mehr, ein Punkt weniger — der Abstand bleibt minimal.
Was bleibt, ist der Eindruck einer Partie, die von Momenten lebte. Nicht von der Statistik, die die Gastgeber auf ihrer Seite hatte. Sondern von der zwölften und der neununddreißigsten Minute. Drei- oder vier solcher Augenblicke entscheiden ein Spiel, der Rest ist Hintergrund.