Brod — Viking: Ein alter Rhythmus kehrt zurück
Brod und Viking trafen sich am Dienstag im ersten Durchgang des NMF-Pokals. Das Spiel fand auf dem Kunstrasen von Midgård statt. Der Gast gewann mit 3:1, nachdem er in der ersten Hälfte bereits den Rhythmus gefunden hatte. Interessant wird es bei der Betrachtung, wie beide Teams ihre Chancen nutzten.
Die erste Entscheidung fiel in der 36. Minute. F. Taraldset verwertete eine Gelegenheit für Brod zum 1:0. Die Gastgeber zeigten kurzzeitig, dass sie im Pokal eigene Gesetze schreiben wollten. Doch der Vorsprung bestand nicht lange.
In der zweiten Halbzeit übernahm Viking das Kommando. J. Hansen traf in der 51. und 55. Minute innerhalb von vier Minuten zweimal. Und dann war das Spiel entschieden. Brod verlor völlig den Faden, als die Gäste ihre Überlegenheit zeigten.
H. Haugen beendete die Partie in der 70. Minute mit dem vierten Tor. Damit stand der Endstand fest. Die Gastgeber leisteten sich zu viele Fouls in kritischen Momenten. Nebenbei bemerkt: Solche Spiele im Pokal gelten eigene Gesetze, doch hier zeigte sich eine klare Hierarchie.
Die Statistik spricht für sich. Viking kontrollierte mit 82 Prozent Besitz den Ball. Brod kam auf gerade einmal 18 Prozent. Sechs Angriffe gegen einen — das Verhältnis ist zerrüttet. Interessant wird es nicht an den Zahlen, sondern daran, dass beide Seiten null Schüsse auf das Tor verbuchten.
Brod hat in den letzten Begegnungen ähnliche Muster gezeigt. Gegen Flekkerøy, SanneS und Vidar endeten die Partien ebenfalls mit Niederlagen. Die Serie von drei 1:3-Resultaten in Folge deutet auf ein Problem hin. Und dann kommt noch hinzu, dass die Defensive in dieser Form nicht haltbar ist.
Viking hingegen zeigte sich stabil. Nach dem 2:1 gegen Aalesund und dem 3:1 gegen Dynamo Zagreb folgte nun dieser Sieg. Die Gäste müssen zu Hause liefern, doch auswärts beweisen sie Kontinuität. Nebenbei: Das gibt dem Verein Momentum, bevor die Heimspielserie beginnt.
Der Pokal ist noch nicht verloren für Brod, doch die Hürde ist deutlich gewachsen. Viking steht nun im zweiten Durchgang mit guter Laune. Und dann wird es im Rückspiel darauf ankommen, ob die Gastgeber ihre Struktur finden.