Im fünften Spieltag der Pro-Link-Jubiläumsrunde traf Charleroi auf Union Saint-Gilloise. Das Spiel endete 2:3 für die Gäste, die damit ihre positive Serie fortsetzten. Interessant wird es dabei, dass Union trotz weniger Ballbesitz die entscheidenden Momente nutzte.
Die Gastgeber gingen früh in Führung. Nach 12 Minuten erzielte Mohamed Koné ein Eigentor, das Charleroi vorwegbrachte. Freddy Mbemba erhöhte in der 27. Minute, und Patrick Pflücke legte in der 41. Minute nach. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams je eine gelbe Karte in den ersten Minuten kassierten — Kričfaluši und Nzita.
Union änderte die Rechnung schnell. Adem Zorgane traf in der 44. Minute, und Kamiel Van De Perre sorgte in der 49. Minute für den Ausgleich. Und dann war das Spiel offen. Die Gäste zeigten, dass sie auch ohne Ballbesitz gefährlich bleiben können.
Wir hatten vorhergesagt: Sieg für Union, mit 49 Prozent Sicherheit. Prognose erfüllt. Nicht weil Union dominierte, sondern weil sie effizienter waren. 7 Treffer auf dem Ziel bei 41 Prozent Genauigkeit gegen 5 bei 25 Prozent — das ist der Unterschied.
Die Statistik zeigt weitere Details. Charleroi hatte 59 Prozent Ballbesitz, 97 Angriffe, 5 Ecken. Union kam auf 101 Angriffe, 6 Ecken, aber nur 41 Prozent Ballbesitz. 13 Schlüsselaktionen bei beiden Mannschaften — aber nur eine große Chance für Union.
In der Tabelle bedeutet das: Union bleibt Zweiter mit 13 Punkten, Charleroi liegt Vierter mit 12 Punkten. Beide Teams haben je fünf Spiele absolviert. Die Gastgeber verloren ihren Sieg gegen Rayo Vallecano von Anfang September nicht sofort wieder — aber sie verloren gegen den direkten Konkurrenten.
Die beiden Teams treffen in der nächsten Runde wahrscheinlich wieder aufeinander. Dann zählt nicht mehr, wer mehr Ballbesitz hatte. Dann zählt nur, wer die drei bis vier entscheidenden Momente nutzte. Und das war heute Union Saint-Gilloise.