KRB und Novorizontino — Null zu Null in der 22. Runde
KRB empfing Novorizontino am 16. August 2026 in der Serie B, und es blieb bei 0:0. Interessant wird es, wenn man die Tabelle betrachtet: Der Gastgeber lag nach dem Spiel weiterhin auf Rang fünf mit 42 Punkten, der Gast auf Platz vier mit 43 Punkten. Zwei Mannschaften, die dicht beieinanderliegen, haben nun einen Punkt weniger zu verbuchen als im besten Fall möglich war.
Die erste gelbe Karte fiel bereits in der zwölften Minute, als Lucas Lovat verwarnt wurde. Nebenbei fiel auf, dass Novorizontino von Anfang an kompakter stand. In der dreiunddreißigsten Minute erhielt Romulo die zweite gelbe Karte der Gäste. Bressan folgte kurz vor der Pause, als die Uhr auf vierundvierzig Minuten und drei Sekunden stand. Sander wurde in der fünfzigsten Minute ebenfalls gelb gesehen. Vier Verwarnungen, keine roten Karten — das Spiel war körperlich, aber nicht ausschlaggebend.
Und dann kamen die Wechsel. Novorizontino brachte in der einundsechzigsten Minute Maykon Jesus für Romulo und Kevin für Lucas Lovat. Reidiney kam in der zweiundsiebzigsten Minute, Pedro Castro und Danielzinho in der siebenundsiebzigsten. Robson und Leo Naldi wurden in der fünfundachtzigsten Minute eingewechselt, Dada Belmonte zusätzlich in der sechsten Minute nach Ablauf der regulären Zeit. Der Gastgeber suchte nach Lösungen, der Gast blieb defensiv.
Die Zahlen sagen etwas aus, aber nicht alles. KRB hatte 67 Prozent Ballbesitz, schoss viermal ins Tor, viermal daneben. Die Expected Goals lagen bei 0,84. Novorizontino kam auf 33 Prozent, zwei Treffer aufs Ziel, 0,4 Expected Goals. Acht Schüsse auf das Tor insgesamt, keine verwandelt. Und dann steht man vor der Frage, warum so viel Spiel keine Tore brachte.
Novorizontino hatte zuvor Probleme. Gegen Juventude verloren die Gäste 0:1, gegen Crickuma ebenfalls 0:1, gegen Fortaleza 0:1. Drei Niederlagen in Folge waren nicht gut. KRB dagegen war ungeschlagen: 1:0 gegen Avaí, 2:0 gegen Vila Nova, 1:0 gegen Ceará. Die Formunterschiede waren im Spiel sichtbar, aber die Tabelle blieb unverändert.
Am Ende zählte nur die Differenz: null Punkte. Beide Mannschaften blieben in der Nähe des anderen, keiner konnte ausbrechen. Der Gastgeber verteidigte zu Hause, der Gast verteidigte weiter weg. Nebenbei könnte man sagen, dass solche Spiele oft über Details entschieden werden — ein Schiedsrichter, eine Sekunde, ein Ball, der nicht den Weg ins Netz fand.