Am Donnerstagabend trafen Cruz Azul und Chicago Fire im Ligapokal aufeinander. Das Gruppenstadion war Schauplatz eines Spiels, das erst in der Schlussphase seine Wende nahm. Chicago Fire gewann mit 2:1 nach Verlängerung, Cruz Azul stand bis zur letzten Minute mit dem Rücken zur Wand.
Die erste Entscheidung fiel in der sechsten Minute der zweiten Halbzeit. P. Dithejane brachte seinen Verein in Führung, und plötzlich sah es nach einem Heimsieg aus. Doch Chicago Fire antwortete in der 81. Minute durch N. Ibanez, und das Spiel wurde wieder ungewiss. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie beide Teams auf diesen Ausgleich reagierten.
Cruz Azul warf alles nach vorn, und diese Entscheidung bezahlte sich in der Nachspielzeit. Dithejane erzielte zwei Tore in drei Minuten, die 90. und dann noch einmal in der dritten Minute der Nachspielzeit. Nebenbei fiel auf, dass er selbst als Auswechselspieler für die Entscheidung sorgte – substituiert in der 90. Minute, noch einmal eingewechselt in der 90. Minute und 7. Sekunde.
Die Statistik zeigt, dass Cruz Azul mehr Angriffe startete, 76 gegenüber 80. Doch die Effizienz fehlte. Fünf Treffer aufs Tor, aber nur eine große Chance kreiert. Chicago Fire schaffte vier große Chancen und traf mit höherer Präzision. 45 Prozent Schusstreffsicherheit bei nur acht Schüssen auf das Tor.
Was das Ergebnis bedeutet, steht in der Tabelle. Cruz Azul bleibt im Kampf um die Gruppenphase, aber der Abstand zum nächsten Platz ist nicht mehr so groß. Chicago Fire hat mit dem Sieg gezeigt, dass solche Spiele nicht nach der ersten Halbzeit entschieden sind. Der vierte Sieg in Serie für die Gäste könnte den Unterschied machen.