In der Runde der 64 des norwegischen Pokals setzte sich Haugesund am Diervebanen klar gegen Dierve durch. Die Gäste gewannen mit 4:0 und beendeten damit eine Serie, in der sie bereits drei Mal in Folge ohne Niederlage geblieben waren. Interessant wird es, wie sich das Blatt nach der Pause gewendet hat.
Haugesund ging früh in Führung. Nach zwölf Minuten traf A. Grindhaug zum 1:0, vier Minuten später folgte der Treffer von M. Hope. Dierve fand die Lücke nicht, und nebenbei zeigte sich, dass die Gastgeber in der Anfangsphase kaum Gefahr ausstrahlten. Die Statistik verzeichnete für die Hausherren drei Schüsse aufs Tor – davon keiner treffsicher.
Erst in der zweiten Hälfte erweiterte Haugesund den Vorsprung. N. Sandberg erhöhte in der 74. Minute, und F. Jakobsen sorgte in der 84. Minute für die endgültige Entscheidung. Die Gastgeber standen nur noch zu zehnt, was die Situation nicht besser machte. Interessant wird es, ob Dierve das System zur Pause ändern konnte – die Daten lassen darauf schließen, dass nicht viel lief.
Die Zahlen unterstreichen das Bild. Haugesund besaß 59 Prozent der Ballkontrolle und führte 90 Angriffe gegen 64 der Hausherren. Die Gäste schossen neunmal daneben und trafen fünfmal, Dierve landete siebenmal über das Tor und dreimal im Ziel. Nebenbei: Dierve hatte null Eckbälle und verlor den Ball oft, ohne einen klaren Weg zur Offensive zu finden.
Das Ergebnis bedeutet für Haugesund einen klaren Schritt weiter im Pokal. Dierve wartet seit Wochen auf einen Sieg, und diese Niederlage verlängert die Durststrecke. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, aber die Formkurve zeigt die Richtung. Haugesund kann jederzeit einen Gang zulegen, Dierve muss erst einmal wieder Vertrauen fassen.