Seoul und Incheon United trafen am Freitag im 27. Spiel der Regular Season der K-League 1 aufeinander. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber nach einem Eigentor in der 61. Minute. Der Platz war schwer, weil Incheon bereits in der dritten Minute durch einen Roten für Kim Gun-hee in Unterzahl ging.
Und dann kam der Moment, den keiner erwartet hatte. In der 61. Minute verschob Lee Ju-Yong den Ball ins eigene Netz. Nebenbei: Seoul hatte bis dahin acht Schüsse aufs Tor geworfen, Incheon null. Die Statistik sagt wenig über die Stimmung, aber sie zeigt, wer den Druck hielt.
Die Abwehr von Incheon stand zunächst stabil, doch nach der Rote Karte änderte sich die Taktik. Seoul nutzte den Standard, wechselte in der 45. Minute dreimal gleichzeitig — Son Jeong-Beom, Park Seong-Hun und Jung Chi-In — und suchte die zweite Chance. Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet: 148 Angriffe gegen 83, 79 Prozent Ballbesitz. Doch ein Tor fiel nur.
Incheon hielt stand, bis die eigene Hand versagte. Stefan Mugoša kam in der 57. Minute für die Gäste, Seo Jae-min und Lee Chung-Yong folgten in der 69. Minute. Patryk Klimala und Lee Seung-mo wurden für Seoul eingewechselt, der Gelbe für Gerso Fernandes in der 89. Minute rundete das Bild ab.
Seoul bleibt an der Spitze mit 42 Punkten nach 19 Spielen, Incheon liegt getrennt mit 27 Punkten auf Platz sieben. Die Gastgeber beendeten die Negativserie nicht — sie hatten keine — sondern bauten den Vorsprung aus. Das Verhältnis ist zerrüttet, die Tabelle zeigt es klar.