In der dritten Runde der Superliga trafen St. Gallen und Luzern aufeinander. Das Spiel endete 2:2, und beide Mannschaften nahmen einen Punkt mit nach Hause.
Die erste Halbzeit war geprägt von Disziplinproblemen. Bereits in der vierzehnten Minute sah L. Bertone die gelbe Karte, in der 22. Minute folgte B. H. Freimann. L. Daschner bekam in der 29. Minute sein gelbes Blatt, L. Silva in der 38. Dann der Moment: in der 45. Minute plus drei traf Daschner. St. Gallen ging in die Pause in Führung.
Und dann geschah es direkt nach dem Pfiff. In der 46. Minute wechselte St. Gallen R. Dantas Fernandes, und in derselben Minute erzielte D. Mikolajewski den Ausgleich. Ein Wechsel, ein Tor — interessant wird es wenn man bedenkt, wie schnell die Stimmung sich drehte. Die Gäste kamen nie in die Zweikämpfe, doch sie nutzten ihre Chance.
In der zweiten Halbzeit nahm Luzern die Initiative. L. Frokaj wurde in der 52. Minute gelb, A. Ciganiks in der 59. Dann änderte sich das Bild: in der 89. Minute erzielte M. Di Giusto das Führungstor für Luzern. St. Gallen leistete sich zu viele Fouls, und die Gäste machten früh den Sack zu. Doch die Gastgeber gaben nicht auf.
Es war ein Derby mit eigener Rechnung, und in der Verlängerung der regulären Spielzeit wurde es entscheidend. In der 90. Minute plus vier sah M. Zimmermann die gelbe Karte, D. Mikolajewski in der 90. Minute plus sieben. Und dann der Elfmeter: in der 90. Minute plus elf verwandelte L. Gortler. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man so viele Karten sieht.
Die Zahlen erzählen ihre eigene Geschichte. St. Gallen hatte 61 Prozent Ballbesitz, 92 Attacken und 11 Schüsse aufs Tor — davon traf vier. Luzern hatte nur 39 Prozent, 60 Attacken und 3 Schüsse aufs Tor, traf aber ebenfalls vier Mal. Viele Schüsse mit nur einem Tor — die Chancen gingen verloren. Die Gastgeber warteten auf den entscheidenden Moment, die Gäste nutzten ihn.
St. Gallen bleibt Vierter mit zehn Punkten nach sechs Spielen, Luzern steht Sechster mit neun Punkten nach sieben Partien. Das Unentschieden beendet keine Serie, aber es verhindert einen weiteren Rückstand für die Gäste. Der Klassiker hat wieder einmal gezeigt, dass elf Minuten über alles entscheiden können.