Nordsjælland dreht in St. Gallen
Im Playoff der UEFA Conference League setzte sich Nordsjælland am Mittwochabend im Berit-Sitterstadion mit 3:2 durch. Die Gäste aus Dänemark hatten nach der Pause die Nase vorn, nachdem sie in der ersten Halbzeit noch unter Druck geraten waren. Der entscheidende Moment kam in der 39. Minute, als der Gastspieler M. Stevanovic nach einer weiteren Gelben Karte vom Platz gestellt wurde. Danach änderten zur Pause das System und spielten die zweite Hälfte in Überzahl.
J. Lahteenmaki eröffnete in der 14. Minute die scoring-Tabelle für die Gäste. Nur sieben Minuten später glich L. Gortler per Elfmeter aus. P. Amoako brachte Nordsjælland in der 24. Minute wieder in Führung, ehe A. Balde in der 28. Minute erneut ausglich. So standen die Teams zur Pause unentschieden, doch der Spielverlauf änderte sich grundlegend, als Stevanovic in der 39. Minute die rote Karte sah.
Die Gastgeber scheinen chancenlos gewesen zu sein, obwohl sie die Zahlen für sich hatten. Sie schossen 15 Mal auf das Tor, davon 6 ins Ziel, und generierten 3,24 Expected Goals. Nordsjælland kam auf 5 Treffer aus 12 Schüssen und 1,68 Expected Goals. Ein Fehler entscheidet oft solche Spiele, und hier zählte am Ende die Effizienz. Die Gäste knackten die Abwehr in entscheidenden Momenten, während die Gastgeber ihre Chancen verschliefen.
In der 82. Minute entschied H. Rasmussen das Spiel endgültig. Bis dahin hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten genutzt, doch der Treffer der Gäste war der entscheidende. Die Statistiken zeigen: 94 Angriffe gegenüber 68, 14 Key Passes bei beiden Seiten, aber die Gäste nutzten ihre Gelegenheiten besser. Die Gastgeber verloren nach dem Ausschluss von Stevanovic die Kontrolle.
Das Ergebnis bedeutet für Nordsjælland einen wichtigen Schritt in der Qualifikation. Die Gäste gewannen hier, nachdem sie in der ersten Begegnung zwei Wochen zuvor noch verloren hatten. Für St. Gallen ist es ein Rückschlag, obwohl sie mit 43 Prozent Ballbesitz und mehr Torchancen eigentlich besser gespielt hätten. Die Tabelle zeigt, dass solche Spiele oft von wenigen Momenten entschieden werden.