Würzburger Kickers gegen VfB: Franjic dreht die Partie
Am Freitagabend trafen die Würzburger Kickers im Flierlalm Arena auf den VfB. Das Spiel in der 3. Liga endete 4:0 für die Heimmannschaft. Interessant wird es dann, wenn man sich ansieht, wer die Tore erzielte. Ivan Leon Franjic traf dreimal, Tim Kraus und Xaver Kiefersauer kamen je einmal zum Zuge.
Die ersten zehn Minuten vergingen ohne besondere Vorkommnisse. Dann kam die 17. Minute. Franjic nutzte eine Lücke und legte auf 1:0. Nebenbei fiel auf, dass der VfB in dieser Phase nicht viel zu bieten hatte. Eine Minute später folgte das zweite Tor. Franjic war wieder zur Stelle, und die Würzburger zogen davon.
In der 38. Minute erhöhte Tim Kraus auf 3:0. Er hatte sich bereits in der 47. Minute eine Gelbe Karte geholt, aber der Treffer stand. Die Gäste reagierten nicht mit Druck, sondern suchten nach Anpassungen. In der 46. Minute brachte der VfB I. Allah für Sinan Karweina. Diese Änderung sollte sich später auszahlen.
Die zweite Hälfte begann mit mehr Offenheit auf beiden Seiten. In der 77. Minute erzielte Xaver Kiefersauer den Anschlusstreffer für den VfB. Das Spiel wurde wieder spannend, aber nur für kurze Zeit. In der 84. Minute traf Franjic zum dritten Mal und stellte damit die Weichen auf vier Tore.
Die Statistik zeigt ein interessantes Bild. Der VfB hatte mit 57 Prozent mehr Ballbesitz, aber die Würzburger waren effizienter. Fünf Schüsse auf das Tor bei 63 Prozent Trefferquote versus fünf Schüsse bei 50 Prozent. Drei Eckbälle für Würzburg, fünf für den VfB. Die Gäste griffen zwar häufiger an, aber die Würzburger nutzten ihre Momente besser.
Für die Tabelle bedeutet das Ergebnis eine Verschiebung. Die Würzburger Kickers stehen damit auf dem 14. Platz mit vier Punkten aus vier Spielen. Der VfB fällt auf den letzten Platz mit zwei Punkten. Die Heimmannschaft zeigt nach dem 2:2 gegen Ingolstadt und dem 2:1 gegen Frankfurt, dass sie daran arbeitet.
Was bleibt, ist die Leistung von Franjic. Drei Tore in einem Spiel, bei dem er bereits in der 89. Minute ausgewechselt wurde. Und dann stellt sich die Frage, wie der VfB aus dieser Niederlage lernt. Vier Spiele, null Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen. Das ist ein Start, der nicht einfach zu verkraften ist.