Flora Tallinn und Paide trafen am 30. August in der 25. Runde der Meistriliiga aufeinander. Das Spiel endete 1:2 für die Gäste, drei Tore in knappen Abständen entschieden den Verlauf. Nebenbei fiel auf, wie schnell die Stimmung kippte, sobald Paide die Initiative übernahm.
Die erste Chance nutzte S. Alamaa in der 47. Minute zum 0:1. Andrade hatte bereits in der 14. Minute eine Gelbe Karte gesehen, O. Hoim folgte kurz vor der Halbzeitpause. Interessant wird es, wenn man die Statistik heranzieht: Flora dominierte den Ballbesitz mit 47 Prozent, doch die Effektivität blieb aus. Zwei Treffer auf dem Torwart und vier daneben reichten nicht.
Paide steuerte 53 Prozent Ballbesitz bei, acht Eckbälle und sieben Treffer auf das Tor. In der 64. Minute brachten die Gastgeber sechs Spieler gleichzeitig — eine taktische Maßnahme, die nichts an der Situation änderte. D. Luts, O. Pihela, H. Ojamaa, Daniel Cabral, R. Neltsas und M. Jobarteh kamen ins Spiel. Und dann kam der Ausgleich.
D. Darboe traf in der 86. Minute. M. Miller folgte in der 90. Minute zum 1:2-Sieg. Zenjov und Badamosi erhielten in der 76. Minute jeweils eine Gelbe Karte, ein weiterer Spieler folgte. Die hohe Abwehrkette wurde ausgehebelt, die Szene ging in die Überprüfung — oder zumindest in die Erinnerungen der Zuschauer.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Flora hatte 105 Angriffe, Paide 120. Ein Fehler entscheidet in solchen Spielen. Die Gäste haben den breiteren Kader, das zeigt sich in der Effizienz. Die Gäste liegen nun mit 39 Punkten auf Platz vier, die Gastgeber mit 42 Punkten auf Platz drei.
Flora verlor völlig den Faden nach dem 0:1. Paide reiste nicht als Statist an. Die Fans trieben die Mannschaft nach vorn, doch der Ball wollte nicht in die gewünschte Richtung. Die Tabelle ändert sich nicht grundlegend, aber die Stimmung schon.