In der 64. Runde des Pokals bezwang die Polonion Warschau den Gornik Polkowice mit 1:0. Ein Tor in der 85. Minute durch R. Dadok reichte den Gästen, um ins Achtelfinale einzuziehen. Die Gastgeber hatten den Großteil der Ballbesitzzeit nicht in der Hand, 45 Prozent gegen 55, und konnten den Rückstand nicht ausgleichen.
Das Spiel blieb lange geschlossen, bis Dadok in der 85. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Davor hatten die Gastgeber zwar mehr Angriffe, 87 gegen 85, aber weniger Treffsicherheit — nur ein Schuss aufs Tor bei fünf daneben. Die Polonion war effizienter: fünf Treffer auf Ziel bei drei daneben. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie sich die Qualität der Chancen vom Namen des Torschützen ableiten lässt.
Disziplinarisch war das Spiel nicht hart. S. Kowalczyk erhielt in der 38. Minute die erste Gelbe, gefolgt von M. Kowalski-Haberek in der 50. und J. Paszkowski in der 52. Eine weitere Verwarnung fiel in der Nachspielzeit, 90+3. Zusammengefasst: vier Karten, keine Rote. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber nur sechs Eckbälle erkämpften, während die Gäste mit einem einzigen auskamen.
Die Statistiken zeigen ein Bild, das nicht sofort zur Erwartung passt. Der Gornik dominierte im Aufbau, aber die Polonion hatte die besseren Abschlüsse. Das Verhältnis ist zerrüttet zwischen Ballbesitz und Wirkung. Die Gastgeber parierten glänzend, wenn man bedenkt, dass sie nur einen Schuss aufs Ziel zuließen, aber selbst kaum eine Situation herausarbeiteten.
Für die Polonion bedeutet das ein Weiterkommen nach einer unruhigen Phase. Die letzten Spiele waren gemischt: 2:4 gegen Lechia, 3:1 gegen Nieciecza, 0:1 gegen Pogoń. Und dann kommt dieser Sieg, der die Serie durchbricht. Der Gornik hingegen bleibt ohne Erfolg in diesem Wettbewerb, nachdem er zuletzt gegen Warta Gorzów verlor.