Górnik Zabrze – Monaco 2:3
Am Mittwochabend traf Górnik Zabrze auf Monaco in der Playoff-Runde der UEFA Europa Conference League. Das Spiel endete 2:3 für die Gäste aus der französischen Hauptstadt. Die Heimmannschaft begann stark, doch Monaco drehte die Partie in der zweiten Halbzeit.
Neun Minuten nach Anpfiff stellte sich die Führung schon ein. M. Biereth nutzte eine Lücke im Defensivverbund und legte den Ball über den Keeper. «Und dann» kam die Antwort nicht sofort. Monaco hielt den Ball, Górnik suchte den Anschluss. In der 38. Minute sah Mathys Detourbet die Gelbe Karte, weil er zu früh einsteigen musste.
In der zweiten Halbzeit wurde es interessanter. Fünfzig Minuten waren gespielt, als L. Camara den Ausgleich herstellte. Zwei Minuten später antwortete E. Prekop und brachte Górnik zurück ins Spiel. «Nebenbei» fiel dabei auf, dass die Heimmannschaft mehr Angriffe startete als die Gäste – 87 zu 81. Doch Tore zählen, nicht Versuche.
Die Statistik zeigt ein klares Bild. Monaco hatte eine höhere Trefferquote bei Schüssen aufs Tor, 43 Prozent zu 35. Beide Teams landeten je sechs Versuche im Ziel, doch die Gäste waren effizienter. Die erwarteten Tore lagen bei 1,43 für Monaco und 1,16 für Górnik. Die Zahlen bestätigen, was man sah: viele Chancen, die nicht genutzt wurden.
Fünf Minuten nach Prekops Treffer folgte die nächste Überraschung. P. Brunner erhöhte auf 3:2 und stellte die Weichen endgültig. Górnik reagierte nicht mit Panik, sondern mit Struktur. In der 74. Minute traf S. Liseth zum Anschlusstreffer, doch es blieb bei dieser Zahl. Die Gäste verteidigten konsequent und liessen nichts anbrennen.
Was das Ergebnis bedeutet, ist klar. Monaco qualifiziert sich für die Gruppenphase der Conference League. Für Górnik bleibt nur die Erkenntnis, dass man in entscheidenden Momenten zu wenig traf. «Interessant wird es» bei der Frage, ob die Heimmannschaft in der Liga den Anschluss halten kann. Die Playoff-Niederlage ist kein Ende, aber ein Weckruf.
Wir hatten Monaco mit 55 Prozent Wahrscheinlichkeit als Favorit genannt. Der Prognose war recht zu geben. Nicht weil die Gäste dominierten, sondern weil sie die wenigen Chancen verwerteten, die sie bekamen. Der Eigengewächs Prekop traf beim ersten Einsatz, doch das reichte nicht. Manchmal entscheidet eine einzige Minute den ganzen Abend.