Im Endspiel des schwedischen Pokals setzte sich Landskrona Boys mit 1:0 gegen Hesselholm durch. Die Entscheidung fiel erst in der 118. Minute, als A. Smajic den einzigen Treffer des Abends erzielte. Und dann stand fest, wer den Pokal nach Hause bringt.
Hesselholm hielt sich im Spiel, das sich über mehr als zweieinhalb Stunden hinzog. Die Gastgeber hatten 86 Angriffe und 5 Eckbälle, Landskrona Boys kam auf 92 Angriffe und 8 Eckbälle. Interessant wird es, wenn man die Torschüsse vergleicht: 3 auf das Tor für Hesselholm, 5 für die Gäste. Nebenbei fiel, dass beide Mannschaften je zwei gelbe Karten sahen.
Der Ballbesitz sprach klar für Landskrona Boys mit 57 Prozent, Hesselholm blieb bei 43 Prozent. Doch die Statistik verrät wenig über die Dramatik einer Verlängerung. Ein Fehler entscheidet — und in der 118. Minute war es Smajic, der den Unterschied machte. Die Gastgeber verloren ihren Mann, so scheint es, und der Ball landete im Netz.
Beide Teams zeigten in den letzten Spielen unterschiedliche Verläufe. Hesselholm verlor zuletzt 0:1 gegen Kristianstad, Landskrona Boys scheiterte 0:1 an Norrköping. Und dann kam das Finale, und beide Teams hatten ihre eigenen Geschichten mitzubringen. Die Gastgeber standen mit dem Rücken zur Wand, die Gäste nutzten den Moment.
Am Ende steht Landskrona Boys als Pokalsieger. Der Markt sieht ein torarmes Spiel, aber das Finale war mehr als die eine Zahl. 1:0 nach 118 Minuten — das ist kein Ergebnis, das man einfach vergisst.