Am Samstagabend trafen Henan und Chengdu Rongcheng in der 26. Runde der Superliga aufeinander. Das Spiel endete 0:0, und dann stand am Ende ein Punktgewinn für beide Seiten, der unterschiedlich gewichtet wird.
Das Spiel war von Beginn an körperlich, die Kartenflut liess kaum Raum für taktische Feinheiten. Und dann kamen die Verwarnungen: Li Yang in der 36., Yang Mingyang in der 38., He Chao in der 40. Minute. Bis zur Pause zeigten die Schiedsrichter noch Han Pengfei und Pedro Maranhão in der 45+4. Minute, danach folgten Rômulo, Wei Shihao und in der 90.+ Minute Behram Abduweli sowie Lucas Jaques Varone Maia. Zehn Gelbe Karten in 90 Minuten — das ist kein Markt für ein torarmes Spiel.
Henan war die aktivere Mannschaft, interessant wird es, wenn man die Schusszahlen betrachtet. 12 Versuche standen 1 gegenüber, davon landeten 4 ins Tor, 8 daneben. Drei Big Chances wurden kreiert, doch sie reichten nicht. Nebenbei fiel auf, dass Chengdu drei Mal parierte, während Henans Keeper null Einsätze hatte — beide Keeper blieben unbescholten.
Die Statistik zeigt ein Missverhältnis: Henan kontrollierte den Ball mit 49 Prozent, Chengdu mit 51. 10 Key Passes gegen 5, 9 Ecken gegen 0. Aber die Zahlen erklären nicht den Ausgang. Und dann kommt es auf die Minute an, in der ein Moment entschieden hätte — und es gab keinen.
In der Tabelle bedeutet das Ergebnis wenig Veränderung. Henan bleibt Zwölfter mit 26 Punkten nach 25 Spielen, Chengdu führt mit 52 Punkten nach 26 Begegnungen. Interessant wird es in der Rückrunde, wenn die Abstände sich verdichten.