In der 22. Runde der 1. Deild setzte sich IR Reykjavik mit 3:2 gegen Leiknir Reykjavik durch. Die Partie endete am Freitagabend nach einem spannenden Verlauf, bei dem die Gastgeber ihre Führung bis zum Schluss verteidigten. Es war ein Sieg, der die Positionen in der Tabelle bestätigte, doch den Verlauf des Spiels allein bestimmte er nicht.
Der Start war bereits intensiv. In der siebten Minute fiel ein Elfmeter, den E. Sigurhjartarson verwandelte und Leiknir in Front brachte. Gleichzeitig wurden A. Agustsson und A. Kristinsson gelb verwarnt, was auf die Spannung von Beginn an hinwies. Und dann kam die Antwort von IR Reykjavik. In der zwanzigsten Minute erzielte G. M. Magnusson den Ausgleich, bevor B. Helgason in der fünfundzwanzigsten Minute die Führung übernahm. Die ersten dreißig Minuten bestimmten den Rhythmus des Spiels.
In der zweiten Hälfte änderte sich wenig am Bild. Leiknir kämpfte sich zurück, und K. S. Hlifarsson sorgte in der sechsten Minute der Halbzeitzeit nicht für den Ausgleich, sondern für die erneute Führung der Gastgeber. Interessant wird es, wenn man die Taktik betrachtet: beide Teams agierten offen, standen hinten offen wie ein Scheunentor, und das führte zu einem Schlagabtausch. Die Gäste gewannen zwar die Ballbesitzstatistik nicht, aber mit 141 Angriffen gegen 108 zeigten sie, dass sie den Druck nicht abgeben wollten.
Dann kam der entscheidende Moment. In der achtundsechzigsten Minute nutzte B. Burknason einen Elfmeter, um Leiknir auf 3:2 heranzukommen. Doch die Gastgeber hielten stand. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams mehrere Auswechslungen durchzogen, um Frische reinzubringen. V. Petursson, A. Agustsson, A. Kjartansson und J. Tjorvason kamen für IR Reykjavik ins Spiel, während bei den Gästen H. Hallgrimsson, O. Bjarkason, E. Sigurhjartarson und V. Sigurjonsson die Bänke stürmten. Und dann, in der neunzigsten Minute, wurde A. Arnarson noch einmal gelb verwarnt. Ein Zeichen dafür, dass die Nerven blank lagen.
Wir hatten zuvor einen Tipp abgegeben, der auf einen Heimsieg hinauslief. Die Prognose traf ein, und das lag weniger an der Überlegenheit als an der Effizienz. Viele Schüsse, wenig Tore – das war das Bild dieser Partie. IR Reykjavik blieb mit 29 Punkten auf dem sechsten Platz, Leiknir mit 28 Punkten auf Rang sieben. Ein Punktunterschied, der die Tabelle nicht verändert, aber die Stimmung unter den Fans trieb die Stimmung an. Es war ein Match, das entschied, wer weiter oben steht – und wer sich nach vorne arbeiten muss.