Die Begegnung in der Clausura der argentinischen Liga endete mit einem klaren Sieg für den Gast aus Avellaneda. L. Millán bestimmte das Bild für Independiente, erzielte zwei Tore in der ersten Halbzeit und sicherte mit einem weiteren Treffer kurz vor Schluss den 3:1-Erfolg bei Lanús. Die Gastgeber hatten mit einem roten Platzverweis zu kämpfen und konnten den Rückstand nicht mehr aufholen.
In der 37. Minute fand der Gast die Lücke und Millán nutzte sie. Vier Minuten später folgte der zweite Treffer, bevor Lanús in der 50. Minute durch A. Wlk anschloss. Der Ausgleich wirkte kurzzeitig hoffnungsvoll, doch die Gastgeber verloren ihren Mann in der Defensive und ließen sich von der Bewegerarbeit der Gäste überrollen. Nebenbei fiel der rote Platzverweis, der das Spiel weiter auf den Kopf stellte.
Die zweite Halbzeit verlief für Lanús zunehmend unter Druck. E. Salvio wurde in der 64. Minute ausgewechselt, wenig später folgte auch A. Wlk. In der 90. Minute sorgte M. Gutierrez für die endgültige Entscheidung, während die Schiedsrichter noch drei weitere gelbe Karten zeigten. Die Hitze bremste das Tempo, doch die Gastgeber fanden keinen Weg mehr zurück ins Spiel.
Die Zahlen lesen sich wie ein historisches Muster: Lanús besaß mit 52 Prozent die Kugel, schoss 18 Mal und traf dabei sechs Mal aufs Tor. Die erwarteten Tore lagen bei 1,92, doch die Umsetzung blieb hinter den Möglichkeiten zurück. Independiente hingegen kam mit weniger Ballbesitz aus, hatte aber die entscheidenden Momente. Die vier Treffer aus vier Versuchen auf dem Ziel zeugen von einer Effizienz, die in der Statistik nicht vorkommt.
Beide Mannschaften stehen nun mit 24 Punkten in der Tabelle, doch die Reihenfolge hat sich verschoben. Für Independiente bedeutete der Sieg das Ende einer Negativserie, die mit vier Niederlagen in Folge begonnen hatte. Lanús hingegen bleibt hinter den Erwartungen zurück und muss sich fragen lassen, warum so viele Chancen nicht genutzt wurden.