Am Freitagabend traf Lechia Gdańsk in der 5. Runde der 1. Liga auf Pogoń Siedlce. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber aus Danzig. Der einzige Treffer fiel in der 51. Minute, als A. Shakh den Ball im Netz der Gäste unterbrachte. Die Partie blieb bis zur roten Karte disziplinarisch turbulent.
Interessant wird es, wenn man den Moment betrachtet, in dem das Spiel entschieden wurde. Shakh nutzte eine Chance, die Pogoń nicht verhindern konnte. Die Gastgeber hatten in der ersten Halbzeit mehr Kontrolle, wie die 58 Prozent Ballbesitz zeigten. Nebenbei fiel auf, dass Lechia mit 93 Angriffen deutlich aktiver war als die 72 der Besucher.
K. Mis aus Pogoń Siedlce zeigte in der 68. Minute die rote Karte. Der Außenstürmer hatte bereits in der 34. Minute eine Gelbe gesehen und konnte den zweiten Verweis nicht vermeiden. Und dann änderte sich das Bild auf dem Platz grundlegend. Pogoń musste nach der Auswechslung von J. Adkonis in der 69. Minute mit neun Spielern weiterspielen.
Die Statistik zeigt ein torarmes Spiel bei hoher Intensität. Lechia schoss 13 Mal aufs Tor, davon gingen 14 Versuche daneben. Pogoń kam nur auf 2 Trefferversuche ins Ziel. Und dann kommt die rote Karte ins Spiel, die die Zahlen nicht mehr erklären kann. Die Gastgeber nutzten ihre Überzahl nicht weiter aus.
In der Tabelle bleibt die Situation unverändert. Lechia steht weiterhin auf dem 13. Platz mit sieben Punkten aus sieben Spielen. Pogoń verteidigt den neunten Rang mit acht Punkten aus sechs Partien. Nebenbei ist anzumerken, dass beide Teams in der letzten Zeit unterschiedliche Wege gingen. Lechia verlor zuletzt gegen Ruch Chorzów, während Pogoń Polon Warschau bezwang.
Das Ergebnis bringt keine Veränderung in der unteren Tabellenhälfte. Lechia muss sich weiter mit dem Kampf gegen den Abstieg auseinandersetzen. Pogoń bleibt vorerst stabil im Mittelfeld der Liga. Die rote Karte für Mis wird in den kommenden Tagen für Diskussionen sorgen.