Neun Tore in Managua, Unentschieden am Ende
Managua und Diriangén lieferten sich in der achten Runde der Apertura ein torreiches Spiel, das 2:2 endete. Interessant wird es, wenn man die Einzelheiten betrachtet: fünf Treffer in der ersten Halbzeit allein, und dann noch eine weitere Welle nach der Pause. Die Gastgeber gingen als Tabellenführer in die Partie, Diriangén als Dritter, beide Teams ohne Niederlage.
Die ersten Minuten waren bereits geprägt. Neun Minuten nach dem Anpfiff fiel das erste Tor, zehn Minuten später J. Martinez, vierzehn Minuten darauf B. Barja und sechzehn Minuten später M. Hernandez. Und dann kam in der neunundzwanzigsten Minute das fünfte Tor dieses Abschnitts durch D. Diaz. Fünf Treffer in dreißig Minuten — das ist kein normaler Verlauf.
Nach der Pause gestaltete sich das Spiel anders. In der sechsten Sekunde der zweiten Halbzeit fiel ein weiteres Tor, in der vierundsiebzigsten Minute C. Ramirez, in der neunundsiebzigsten L. Coronel. Nebenbei ist anzumerken: Managua verlor in der neunstündigen Nachspielzeit einen Spieler durch eine Rote Karte. Das ändert nichts am Ergebnis, aber es erklärt, warum die Schlussphase so offen blieb.
Die Statistik zeigt den Unterschied im Spielverlauf deutlich. Managua kontrollierte mit 65 Prozent Ballbesitz, Diriangén mit 35. Beide Teams schossen sechs Tore auf das Ziel, aber Managua warf fünf Bälle daneben, Diriangén nur zwei. Ein Fehler entscheidet oft mehr als die reine Anzahl der Chancen — hier war es die Effizienz.
Für Managua bleibt die Tabellenführung unangefochten, sechs Siege aus sechs Spielen, achtzehn Punkte. Diriangén liegt unverändert auf Platz drei mit vier Siegen, zwei Unentschieden und vierzehn Punkten. Und dann ist da noch der letzte Treffer in der neunstündigen Nachspielzeit — ein Moment, der den Tag für beide Teams unvergesslich macht.