Marília verlor am Freitagabend im Rahmen der fünften Runde der Gruppenphase der Copa Paulista mit 0:1 gegen Linense. Das Spiel endete an einem Freitagabend, als die Gastgeber zwar die Initiative ergriffen, aber nicht mehr als den Anschlusstreffer herausbekamen. Nebenbei ist interessant, dass beide Mannschaften sich bereits am 26. Juli begegnet waren – Linense gewann damals mit 3:1.
Die entscheidende Minute kam früh. In der 15. Minute fiel das Tor, das den Abend entscheiden sollte. Marília stand danach vor der Aufgabe, den Rückstand aufzuholen, während Linense mit dem Rücken zur Wand stand und nichts mehr zu verlieren hatte. Das Spiel drehte sich um diese eine Minute, nicht um den Rest.
Marília versuchte, das Spiel umzukehren. Die Gastgeber drängten nach vorn, schürften sich durch die Reihen der Gäste, aber Linense stand hinten offen wie ein Scheunentor und verteidigte dennoch solid. Die Quote hat sich kaum bewegt, obwohl die Angriffe zunahmen. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie lange solche Phasen dauern müssen, bevor die Geduld schwindet.
In der 90. Minute plus sechs kam dann die rote Karte. Sie kam spät, sie kam spät, und sie veränderte alles. Marília verlor einen Spieler, als die Zeit bereits abgelaufen war. Es war keine Entscheidung, die das Ergebnis noch änderte, aber sie prägte den Abschluss des Spiels.
Das Ergebnis bedeutet für Linense einen wichtigen Punktgewinn in der Gruppe. Marília bleibt mit dem Ergebnis aus dem Hinspiel im Kopf und muss nun neu ordnen. Es war kein spektakuläres Spiel, aber eines mit Momenten, die sich gemerkt werden.