Mirassol und LDU Quito spielten am Mittwochabend im Achtelfinale der Copa Libertadores 1:1 unentschieden. Das Spiel auf dem José Maria de Campos Maia Municipal Stadium endete nach 90 Minuten Plus Nachspielzeit mit einem Remis, das beide Tabellenführer gleichermaßen überraschte. Nebenbei zeigt die Aufstellung, wie wichtig jede Minute in dieser Phase des Wettbewerbs ist.
In der 15. Minute ging Mirassol durch Eduardo in Führung. LDU Quito brauchte lange, um darauf zu reagieren. Erst in der 82. Minute glich M. Estrada aus. «Und dann» kam das Spiel ins Schwanken, als beide Teams ihre wichtigsten Kräfte wechselten. In der 78. Minute brachte Mirassol drei Spieler gleichzeitig für die Offensive. LDU Quito reagierte in der 84. Minute mit dem Eingriff von Trainer Gonzalo Vallés. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie sich die Spielintensität veränderte.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte als das Endergebnis. LDU Quito kreiierte sechs große Chancen und erreichte einen Expected-Goals-Wert von 1,87. Mirassol kam auf zwei große Chancen und 0,74 xG. Die Gäste schossen viermal ins Tor, die Gastgeber dreimal. Doch die Quote hat sich kaum bewegt. Viele Schüsse ohne Tore bedeuten, dass die Chancen verpasst wurden. «Die Gäste warfen alles nach vorn», doch die Defensive von Mirassol hielt stand.
Beide Teams liegen mit zwölf Punkten aus sechs Spielen gleichauf. Mirassol ist Zweiter, LDU Quito Erster. Das Remis bedeutet, dass beide Mannschaften die Rückrunde mit der gleichen Ausgangslage bestreiten. «Warten seit Wochen auf einen Sieg» trifft auf keines der Teams zu, doch beide haben die Möglichkeit, den Vorsprung oder den Anschluss zu festigen. Das Achtelfinale ist entschieden, aber der Weg ins Viertelfinale bleibt offen.