Lokomotiva und Hajduk Split trafen am 31. August 2026 im Rahmen der HNL-Spielrunde 5 aufeinander. Das Spiel auf dem Maksimir endete 2:0 für die Gastgeber. Interessant wird es dabei: Lokomotiva führte zwar über weite Strecken, doch der rote Karten-Einsatz einer Minute vor dem Ende hätte das Ergebnis noch einmal drehen können.
Die Gäste begannen aggressiv, Lokomotiva liess kompakter stehen. Und dann kam die Entscheidung in der 16. Spielminute: M. Sego nutzte eine Lücke im Abschluss und verwandelte. Die Gastgeber brauchten nur einen Stoß, um die Führung zu sichern. Nebenbei fiel auf, dass Hajduk Split zwar mehr Ballbesitz hatte, aber nicht wusste, wie sie die Räume nutzen sollten.
In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig an der Grundtaktik. Lokomotiva verteidigte tief, Hajduk Split suchte die Breite. In der 55. Minute entschied M. Soticek das Spiel: er setzte sich gegen den Abwehrspieler durch und legte den Ball ins Netz. Beide Treffer kamen aus wenig Raum — drei- oder viermal berührte der Ball den Strafraum, bevor die Tore fielen.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Hajduk Split kontrollierte 65 Prozent der Zeit und schoss 22 Mal, davon 13 auf das Tor. Lokomotiva kam auf 35 Prozent und landete nur 2 Treffer aufs Ziel. Viele Schüsse, wenig Tore — das war der Unterschied. Die Gastgeber holten sich ihre Ergebnisse aus Kontern, die Gäste aus Geduld.
Dann kam die 78. Minute: M. Lorber erhielt die rote Karte. Lokomotiva spielte elf Minuten mit zehn Mann. In der 90. Minute versuchte E. Brruti noch einmal das Unmögliche — der Schuss ging ins Netz, doch der VAR zählte ihn wegen Abseits nicht. Ein Moment, der hätte zählen können.
Lokomotiva rückt damit auf Platz sechs vor, Hajduk Split bleibt auf vier. Vier Spiele, sechs Punkte — so sieht die Tabelle aus. Es war ein Spiel, das nicht über die Zahlen entschieden wurde, sondern über die wenigen Momente, in denen die Gastgeber richtig lagen.