Am Freitagabend trafen Opava und Kladno in der dritten Runde der FNL aufeinander. Das Spiel endete 1:1, nachdem beide Mannschaften in der Schlussphase jeweils ein Tor erzielt hatten. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie der Ausgleich zustande kam.
In der ersten Hälfte dominierte Opava spielerisch, ohne den Führungstreffer zu erzielen. F. Cejka erhielt in der 41. Minute die erste Gelbe Karte, bevor er selbst in der 61. Minute ausgewechselt wurde. Nebenbei fiel, dass die Gastgeber zwar mehr Angriffe starteten, aber nur zwei Treffer aufs Tor abgaben.
Die zweite Hälfte begann mit einer taktischen Veränderung auf beiden Seiten. V. Citek wurde in der 68. Minute gelbgesperrt, H. Hruska folgte in der 70. Minute dem Auswechselbrett. Und dann kam der Moment, den niemand erwartet hatte. J. Hudec traf Opava in der 86. Minute zum 1:0, als die Gastgeber bereits glaubten, den Sieg zu Hause zu behalten.
Kladno reagierte schnell. A. Diao glich in der 89. Minute aus und zog dabei gleichzeitig die Gelbe Karte ein. Ein Fehler entscheidet oft über den Ausgang solcher Spiele. Noch in der 90. Minute erhielt O. Novotny die Rote Karte, was den Eindruck eines offenen Spiels verstärkte.
Die Statistiken zeigen ein unterschiedliches Bild. Opava kontrollierte mit 52 Prozent Ballbesitz und 73 Angriffen das Geschehen, während Kladno mit 66 Angriffen und mehr Treffern aufs Tor (fünf gegenüber zwei) gefährlicher wirkte. Cornes hatte Opava neun auf dem Konto, Kladno fünf.
Das Remis bedeutet für Opava einen Punktgewinn nach einer Serie aus gemischten Ergebnissen. Die Gastgeber verloren zuletzt gegen Příbram und Petržalka, gewannen aber gegen Arta Brno und Polonía Bitom. Kladno beendete die Negativserie mit dem Sieg gegen Ostrava II und dem Unentschieden gegen Vlčim.