Paris Saint-Gerlan und AS Monaco trafen am Freitagabend im Parc des Princes aufeinander, die Partie endete 1:2 für die Gäste. In der dritten Runde der Ligue 1 setzte sich das Team von Philippe Clement durch, das nach zwei Siegen in Folge nun sechs Punkte besitzt. Die Gastgeber liegen nach einem Unentschieden gegen Lille und einem solchen gegen Rennes mit zwei Punkten auf dem zwölften Platz.
Der Ausgleich durch Marquinhos in der 31. Minute schien den Lauf der Dinge zu bestimmen. Doch Monaco kam nach der Pause besser ins Spiel, Flavio Nazinho glich in der 58. Minute aus und Stanis Idumbo schlug in der 72. Minute zu. Nebenbei fiel auf, wie viele Wechsel die Trainer in der zweiten Halbzeit vornahmen – bei PSG kamen fünf Spieler für fünf, bei Monaco ebenfalls fünf. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wer auf dem Platz stand, als die Tore fielen.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: PSG besaß den Ball in 68 Prozent der Zeit, Monaco in 32. Die Pariser schossen zehnmal aufs Tor, die Monegassen zweimal. Der Expected-Goals-Wert lag bei 2,19 für Paris und 0,52 für Monaco. Viele Schüsse, ein Tor – das bedeutet, die Chancen gingen vorbei. Der Torwart von Monaco, Lukáš Grádecký, warf neunmal ab, bei den Pariser blieb die Null.
Zwei Gelbe Karten gab es, beide bei Monaco: Jordan Teze und Lucas Hernández in der 68. Minute. Sonst blieben die Disziplinarmaßnahmen überschaubar. Die Pariser verloren die Nerven nicht, sie verloren die Tore. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man so viele Torschüsse hat und nur einen Treffer feiert.
Wir hatten einen Tipp abgegeben: Sieg für Paris, mit fünfundfünfzigneun Prozent Sicherheit. Der Satz ging nicht auf. Was den Tipp zunichtemachte, war nicht der Fehler der Prognose, sondern die Fähigkeit der Monegassen, ihre wenigen Momente zu nutzen. Sie verloren völlig den Faden nicht, als der Ball bei ihnen war.
Die Tabelle ändert sich: Monaco hält den zweiten Platz, Paris rutscht weiter ab. Zwei Spiele, zwei Punkte – das ist ein Start, der nicht den Erwartungen entspricht. Die Gäste sind klar in der Favoritenrolle, wenn sie so konsequent bleiben. Der Parc des Princes war schwer an diesem Abend, oder vielleicht war er einfach nur zu offen für die Gegenstöße.