Prostějov und Šigma Olomouc spielten am Dienstagabend im Pokal-Rund der 32 unentschieden, 2:2 nach Verlängerung, und Šigma ging im Elfmeterschießen als Sieger vom Platz. Das Elfmeterschießen endete 4:3 nach tschechischer Zählweise, wobei Prostějov zwei Elfmeter verschoss und Šigma drei traf. interessant wird es, wenn man betrachtet, wie beide Mannschaften in den letzten Wochen aufgestellt waren: Prostějov hatte zuletzt gegen Taborsko und Hranice Punkte geholt, Šigma gewann gegen Bohemians und verlor gegen Baník.
In der ersten Halbzeit prallte die Partie aufeinander, ohne dass einer klar dominierte. In der 21. Minute schoss Volesky für Šigma die Führung, und in der 42. Minute glich Kliment aus — kurz darauf verwandelte Ushiyama einen Eigentorschuss für Prostějov. nebenbei fiel, dass Prostějov den Ball kaum in der gegnerischen Hälfte hielt, während Šigma über Flanken und Standards arbeitete. Die erste Halbzeit endete 2:1 für die Gäste, wobei Prostějov bereits in der 43. Minute eine gelbe Karte für Dziuba erhielt.
Die zweite Halbzeit begann mit vier Wechslern für Prostějov auf einmal: Ekeroth, Mikaelsson, Beran und Spacil kamen in der 46. Minute. und dann trat die Überraschung ein: in der 91. Minute traf Černák für Prostějov zum Ausgleich. Šigma reagierte mit eigenen Änderungen — Bauer und Halda kamen, später Polasek und Endl. Prostějov baute Druck auf, doch Šigma behielt die Übersicht und ging mit dem Tor in die Verlängerung.
In der Verlängerung pulsieren die Spiele oft ohne klare Richtung, und so blieb es auch hier. Prostějov suchte den Angriff, Šigma nutzte die Räume. interessant wird es, wenn man die Statistiken liest: Prostějov hatte 97 Angriffe und 35 Prozent Ballbesitz, Šigma 144 Angriffe und 65 Prozent. Die Zahlen zeigen ein Bild, das nicht immer mit dem Spielgefühl übereinstimmt — Prostějov ging ins Risiko, Šigma verteidigte und wartete.
Das Elfmeterschießen folgte dem Muster, das in solchen Momenten oft vorkommt: Unsicherheit, dann Entlastung, dann Druck. Prostějov begann mit Borges, der traf, dann Matousek, der traf, dann Kliment, der verschoss. Šigma antwortete mit Sylla, Černák und Polasek, die alle trafen, während Fiser verschoss. und dann kam der Moment, in dem Prostějov realisierte, dass zwei weitere Elfmeter entscheidend sein würden — und beide gingen daneben.
Am Ende stand Šigma als Sieger fest, Prostějov musste sich mit dem Unentschieden nach 120 Minuten zufriedengeben. Die Tabelle im Pokal ist nach dieser Runde verschoben, doch die Bedeutung dieser Partie liegt weniger im Ergebnis als in der Art, wie beide Mannschaften aufeinander trafen. Prostějov zeigte, dass es auch mit weniger Ballbesitz möglich ist, den Gegner zu bedrängen. Šigma bewies, dass Erfahrung in solchen Situationen zählt — und dass ein Elfmeterschießen nicht immer fair ist, aber immer ereignisreich.