Der Sieg der Gäste in San José
Puntarenas und Saprissa trafen am 9. August in der dritten Runde der Apertura aufeinander. Das Spiel endete mit einem klaren 0:2 für die Auswärtsmannschaft. Nebenbei fiel auf, dass der einzige Treffer erst in der zweiten Halbzeit fiel. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie knapp die Statistik zur Spielentwicklung passt.
In den ersten 45 Minuten präsentierte sich die Partie eher zäh. J. Hadden und L. Comachi erhielten jeweils eine gelbe Karte, bevor die Halbzeitpause kam. Dann kam der erste Wechsel: M. Elizondo kam für L. Comachi. Die Gastgeber behielten den Ball, aber die Konter der Gäste wurden gefährlicher.
Nach der Pause änderte sich etwas. Bei der 51. Minute sah J. Brenes die gelbe Karte, bevor sein Team den Durchbruch fand. Er selbst traf bei der 73. Minute zum 0:1. Ein Fehler entscheidet oft über den weiteren Verlauf, und hier schlug die Ungeduld zu. Die Gastgeber drängten, aber die Abwehr stand.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte. Puntarenas hatte mit 56 Angriffen die Initiative, doch nur drei Schüsse gingen aufs Tor. Saprissa kam auf fünf Treffer aus der Distanz bei 33 Angriffen. Die Quote spricht für sich: 23 Prozent versus 26 Prozent Trefferquote. Viele Schüsse mit einem Tor bedeuten, dass die Chancen vergeben wurden.
Die Tabelle zeigt, was der Sieg bedeutet. Saprissa bleibt mit 18 Punkten aus sieben Spielen an der Spitze. Puntarenas liegt mit acht Punkten auf Platz sieben. Der Punktverlust vertieft die Kluft zwischen den Teams. Die Gäste gewannen bereits fünf der letzten sechs Spiele, bevor sie bei Puntarenas erneut gewannen.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass drei oder vier Momente ein Spiel entscheiden. Der Rest ist Hintergrund. Und heute gehörte der entscheidende Moment einem Mann, der nicht zum Torjubel bereit war, als die Abwehr nachgab.