Radnik Surdulica und Crvena Zvezda trennten sich am Donnerstagabend in der dritten Runde der Super Liga ohne Treffer. 0:0 lautete das Endergebnis, als die Gäste aus Belgrad nach Surdulica kamen. Die Tabelle zeigt den Unterschied: Crvena Zvezda führte mit 19 Punkten nach sieben Spielen, Radnik lag mit 12 Punkten aus acht Begegnungen auf dem fünften Platz.
Der Ball blieb bei den Gästen, das sah man sofort. 78 Prozent Ballbesitz, 141 Angriffe, 410 Pässe in der gegnerischen Hälfte — Crvena Zvezda bestimmte das Tempo. Radnik spielte mit 22 Prozent, 53 Angriffe, 116 Pässe in der Hälfte der Gegner. Und dann passierte zunächst wenig, was das Ergebnis betraf. Beide Teams schufen keine großen Torchancen, die Statistik sagt das deutlich aus.
Interessant wird es bei den gelben Karten. In der 28. Minute sah Darko Stojanović von Radnik die erste Verwarnung, in der 37. Minute folgte Mohammad Abu Fani von Crvena Zvezda. Die 61. Minute brachte eine weitere Gelbe für Ryonosuke Ohori. Nebenbei fiel auf, dass Radnik mit 19 Fouls deutlich aktiver war als Crvena Zvezda mit drei. Das passte zum Bild einer defensiv organisierten Mannschaft.
In der 60. Minute kam es zu einem massiven Wechsel bei beiden Teams. Crvena Zvezda brachte Loizos Loizou und Derrick Luckassen für Kristiyan Balov und Aleksandar Pejović. Radnik setzte Martin Djangarovski, Vukasin Bogdanovic, Kim Ye-geon und Uros Filipovic ein. Die Gäste schob nach, versuchten den Durchbruch. Aber die Statistiken der Torschüsse zeigten das Muster: Crvena Zvezda schoss 15 Mal, davon vier ins Tor. Radnik kam auf vier Schüsse, zwei davon aufs Ziel. Keine der Seiten traf.
Was bleibt, ist eine Partie, in der die Dominanz nicht reichte. Crvena Zvezda hatte die Kontrolle, spielte flüssig mit 660 erfolgreichen Pässen aus 715. Radnik verteidigte sich durch 28 Clearances und 17 erfolgreiche Tackles. Die Gäste parierten nur zweimal, der Gastgeber viereinhalb Mal — aber die Zahl der gehaltenen Bälle sagt wenig über das Spielbild aus. Der entscheidende Moment kam nicht.
Die Tabelle änderte sich nicht grundlegend. Crvena Zvezda führt mit sechs Siegen und einer Niederlage aus der letzten fünf Spiele, Radnik steht stabil auf Platz fünf mit drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Die Punkteverteilung bleibt vorerst so. Und dann fragt man sich, was noch nötig war.