In der Play-off-Runde der UEFA Europa League setzte sich Jagiellonia in Tiflis mit 2:1 durch. Der Gast hatte am 20. August noch 0:4 verloren und stand nun auf der richtigen Seite des Ergebnisses. Die Gastgeber hatten den breiteren Kader, doch die Begegnung zeigte, dass das nicht alles ist.
Die 31. Minute brachte den ersten Treffer. J. Imaz verwandelte einen Elfmeter für Jagiellonia. Drei Minuten später glich Z. Natchkebia aus, der die Gastgeber wieder in die Spur brachte. S. Ende erhielt in der 37. Minute eine gelbe Karte, nebenbei ein Zeichen dafür, dass die Partie körperlich wurde.
Um die Halbzeitpause holte Jagiellonia J. Agbonifo herein. In der zweiten Hälfte hielt Saburtalo den Ball, 64 Prozent Besitz liegen da für den Gast kaum vor. Die Schüsse gingen aber nicht ins Ziel: fünf auf Ziel, sieben daneben, sieben blockiert. Interessant wird es, wenn man die Effizienz betrachtet.
Jagiellonia brauchte weniger. Fünf Schüsse auf Ziel, acht daneben, drei blockiert – und trotzdem zwei Tore. Die Gäste gerieten in Zugzwang, als A. Klynge in der 70. Minute den Siegtreffer erzielte. Saburtalo reagierte mit drei Wechselpaarungen in der 71. Minute: G. Kobuladze, N. Dadiani, N. Sikharulashvili. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, aber die Nerven schon.
Die Statistik zeigt ein klares Bild. Saburtalo dominierte den Ball, doch die Chancen gingen verloren. Jagiellonia stellte den Bus und nutzte die wenigen Momente. Die Gastgeber leisteten sich zu viele Fouls, die Gäste 16 – das Spiel wurde zäh, und in der Kabine rumort es jetzt bei Saburtalo.
Die Aggregate ergibt sich aus beiden Spielen: 1:2 heute, 0:4 vor einer Woche. 1:6 insgesamt. Saburtalo ging chancenlos aus der Runde. Jagiellonia steht im nächsten Schritt, und die Kräfte reichten, um die Führung zu halten. Nichts für die Statistik, alles für den Sport.