Shanghai SIPG und Beijing Guoan trennten sich in der 26. Runde der chinesischen Superliga mit 0:0. Die Gastgeber gewannen nicht, obwohl sie den Ball fast durchgehend kontrollierten. Die Tabelle zeigt nach diesem Spiel unverändert: Shanghai auf Platz sieben mit 33 Punkten, Beijing auf Rang drei mit 38 Punkten.
Der Anfang des Spiels gehörte Shanghai. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 60 Prozent Ballbesitz, 140 Pässe in das Enddrittel, 14 Eckbälle bis zum Ende. Beijing stellte sich tief und kompakt, verteidigte jeden Meter. Von den 126 Angriffen der Gastgeber landete kaum etwas gefährlich.
Interessant wird es bei den Details. Wang Yu erhielt in der 35. Minute die gelbe Karte für Shanghai. Danach kamen mehrere Wechsel: Zhang Xizhe in der 45., Li Shuai und Leonardo in der 70. Minute. Die Gastgeber drückten weiter, doch Beijing hielt stand. Achtzehn Minuten später folgte eine weitere Runde Wechsel.
Die Statistik nach 90 Minuten zeigt ein Bild von Ungleichgewicht. Shanghai schoss 23 Mal, sechs Treffer landeten im Torwartbereich. Beijing kam auf zwei Schüsse ins Tor, der Keeper der Gastgeber hielt beide. Fünf große Torchancen wurden von Shanghai kreiert, keine von Beijing. Nebenbei: Beijing erzwang die Ordnung mit 35 Freigaben und 15 Interceptions.
Viele Schüsse mit einem Tor — das bedeutet, dass die Chancen verpasst wurden. Shanghai spielte im Nachhinein betrachtet fast zu viele Pässe in die eigene Hälfte, 184 versus 360 ins gegnerische Feld. Die Qualität der Pässe zählt, nicht nur die Menge. 65 Fehlpassungen zeigen, dass die Nerven manchmal durchgingen.
Das Ergebnis ändert nichts an der Tabelle. Beijing bleibt Dritter, Shanghai Siebter. Die Gäste verloren zuletzt gegen Rizehao Yuci mit 1:3, bevor sie gegen Shanghai nichts mehr ausrichten konnten. Die Gastgeber hatten vorher drei Siege in Folge, dann kam diese Enttäuschung. Es bleibt ein Spiel, das in drei oder vier Momenten entschieden hätte werden können — und in keinem davon traf Shanghai.