Cluj untergeht im eigenen Sturm
Universitatea Cluj und Petrolul Ploiești trafen am 28. August in der 7. Runde der Liga I aufeinander. Das Spiel endete 2:3 für die Gäste. Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet: Cluj hatte 70 Prozent Ballbesitz, schoss 17 Mal, davon 9 aufs Tor. Petrolul, mit 30 Prozent Besitz, traf 8 Mal — und jedes Mal ins richtige Netz. Nebenbei: Die Gastgeber kassierten drei Tore, ohne selbst eine Chance zu verschlafen. Der Unterschied lag woanders.
Der erste Moment kam früh. In der 3. Minute legte Alejandro Bran nach. Cluj reagierte nicht sofort, und in der 11. Minute glich Jovo Lukić aus. Er steht im Zentrum, er zieht die Mannschaft mit. Dann folgte die Phase, in der Petrolul den Ball nicht mehr hergab. Robert Jerdea traf in der 34. Minute, Dan N'Lundulu in der 49. Lukić kehrte in der 55. Minute zurück und glich wieder aus. Und dann war es vorbei. Cluj schoss 17 Mal, Petrolul 11. Aber die Treffsicherheit sprach eine andere Sprache.
Die Statistiken verraten mehr als das Ergebnis allein. Cluj spielte 544 Pässe, 469 davon saßen. Petrolul: 238 Pässe, 167 erfolgreich. Die Gastgeber hatten 10 Eckbälle, die Gäste nur 4. Aber bei den Toren zählte nicht die Menge, sondern die Präzision. Petrolul verwertete 8 Schüsse aufs Tor — 100 Prozent. Cluj: 9 auf 17. Das ist kein Zufall, das ist eine Entscheidung. Man sieht es an den Eckbällen, man sieht es an den Passzahlen. Aber das Ergebnis steht.
Die Tabelle nach diesem Spiel: Cluj bleibt auf Platz 12, 9 Punkte nach 6 Spielen. Petrolul steigt auf Platz 3, 12 Punkte nach 7 Spielen. Die Gastgeber verloren zuletzt gegen Dinamo Bukarest 1:2, davor gewann man 2:1 gegen UTA Arad. Petrolul hatte zuvor gegen Rapid Bukarest 0:2 verloren, davor 3:2 gegen CSM Reșița. Dieser Sieg beendet keine Serie, aber er festigt etwas. Die Gäste sitzen jetzt oben, die Gastgeber unten. Und das nach einem Spiel, in dem Cluj alles gab — und alles vergab.
Was bleibt, ist die Frage nach dem Moment, in dem das Spiel umschlug. In der 49. Minute, als Dan N'Lundulu traf, oder in der 55., als Lukić wieder glich? Vielleicht war es später. Cluj tauschte in der 76. Minute drei Spieler, Petrolul nichts. Vielleicht war es genau das. Die Gastgeber suchten, die Gäste warteten. Und dann war es vorbei.