Velez gewinnt das Spitzenspiel gegen Nischni Nowgorod
Die Begegnung in der Ersten Liga endete 3:2 für Velez. Wenig überraschend traf man hier auf die Tabellenführung, denn Nischni Nowgorod steht nach neun Spielen auf dem ersten Platz mit 22 Punkten. Velez war mit 21 Punkten nur einen Punkt entfernt. Wir hatten den Sieg der Gäste prognostiziert, doch der Verlauf des Spiels zeigte uns, dass man solche Vorhersagen immer mit Vorsicht zu genießen hat — und dann endete es anders.
Die erste Entscheidung fiel in der zwanzigsten Minute, als V. Sarveli für Nischni Nowgorod die Führung erzielte. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie Velez darauf reagierte. In der 52. Minute glich K. Giraev aus, und bereits sechs Minuten später übernahm V. Grulev die Führung. Die Gastgeber machten früh den Sack zu, das sah man an der Art, wie sie das Spiel kontrollierten. Nebenbei fiel auf, dass Nischni Nowgorod nach der Halbzeit mehr zu tun bekam als zuvor.
Die weitere Entwicklung brachte einen unerwarteten Wendepunkt. In der 68. Minute traf V. Volkov zum 3:1. Doch dann geschah das, was man in solchen Momenten nicht erwartet: In der 90. Minute und einer Sekunde glich A. Koloskov aus. Ein Strafstoß in der 85. Minute wurde nicht verwandelt — und genau das war der Unterschied. Drei oder vier Momente entscheiden ein Spiel, der Rest ist nur Hintergrundgeräusch.
Die Statistiken zeigen ein Bild, das nicht immer mit dem Ergebnis übereinstimmt. Beide Mannschaften kontrollierten jeweils die Hälfte der Ballbesitzzeit, aber Velez hatte sechsmal auf das Tor geschossen und traf dreimal. Nischni Nowgorod landete nur fünf Treffer auf dem Ziel. Fünfzehn Schüsse gegen neun — und doch entschied das Spiel nicht die Quantität. Die Gäste zückten nach der Pause mehrfach Gelb, zweimal wurde verwarnt.
Die Tabelle verschiebt sich nun um einen Punkt. Nischni Nowgorod bleibt an der Spitze, aber der Abstand beträgt nur noch einen Punkt. Velez bleibt auf dem zweiten Platz und hat damit die Chance, in den kommenden Spielen aufzuholen. Die Gastgeber müssen zu Hause liefern, das ist klar. Aber heute haben sie bewiesen, dass sie nicht als Statisten anreisen.