Vendsyssel und Fremad Amager beendeten die achte Runde der ersten dänischen Liga unentschieden. Das Spiel endete 0:0 am Freitagabend im eigenen Stadion von Vendsyssel. Interessant wird es, wenn man die Zahlen ansieht: Fremad kontrollierte den Ball mit 60 Prozent, doch genau das war auch die Grenze.
Die ersten Torszenen blieben aus. Vendsyssel hatte sechs Schüsse aufs Tor, davon zwei gehalten. Fremad kam auf einen Versuch, der ebenfalls geblockt wurde. Nebenbei fiel auf, dass beide Keeper mehr zu tun hatten, als die Statistik vermuten lässt. Der Gastwart parierte zwei Mal mehr als sein Kollege.
Die erste Karte ging in der 34. Minute an Pedersen. Dann folgte Andreasen in der 55. Minute. In der 63. Minute sah Schuller Gelb und wurde gleichzeitig ausgewechselt. Pedersen folgte ihm ebenfalls. Und dann kamen die anderen Wechsel: Kirchheiner in der 67., Ryberg in der 71., Nygaard und Egerton in der 80., Lunding und Vendelbo kurz darauf.
Die Statistik zeigt ein Bild, das nicht sofort erklärt, warum es 0:0 blieb. Vendsyssel warf sich in 18 Zweikämpfe in der Luft, Fremad nur in 16. Die Gastgeber schossen vier Mal daneben, die Gäste ebenso. Doch nur einer der Fremad-Schüsse traf ins Ziel. Der andere Weg war anders: Vendsyssel passte 403 Mal, Fremad 605. Der Unterschied liegt in der Effizienz, nicht im Ballbesitz.
Beide Teams kamen aus unterschiedlichen Verläufen. Vendsyssel hatte zuletzt drei Niederlagen in Folge eingebaut, bevor sie gegen Esbjerg und Fuglebakken wieder Punkte sammelten. Fremad stand nach vier Spielen ohne Sieg da, bevor sie gegen Kolding gewannen. Der Punkt heute ändert an der Tabelle wenig. Vendsyssel bleibt Siebter mit acht Zählern, Fremad Vierter mit zwölf.
Und dann der Punkt, der nicht ins Bild passte: wir hatten eine 77-prozentige Sicherheit für Fremad gegeben. Das Spiel ging einen anderen Weg. Nicht weil einer der Keeper glänzte, sondern weil die Chancen nicht zustande kamen. Die Szene ging in die Überprüfung, aber es gab nichts zu überprüfen.