Vllaznia und Apollon Limassol trafen am Freitag in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Women's Champions League aufeinander. Die Gäste aus Zypern gewannen 2:1 nach Verlängerung und beendeten damit eine lange Serie ohne Sieg. Apollon zog in die nächste Runde ein.
Interessant wird es bereits in der sechsten Minute, als M. Doci für die Gastgeberinnen die Führung erzielte. Vllaznia stand mit einem Bein im Vorteil, doch Apollon änderte zur Pause das System. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste mehr Angriffe starteten — 138 gegenüber 131 — aber weniger verwerteten.
Die entscheidenden Minuten kamen später. In der 74. Minute glich K. Freda aus und brachte die Partie ins Unentschieden. Und dann kam die Verlängerung, jener Teil des Spiels, den viele Zuschauer vergessen, aber der hier alles entschied. Freda traf erneut, dieses Mal in der 99. Minute, und warf sich in jeden Ball, um die Führung zu halten.
Die Statistik erzählt eine andere Geschichte. Apollon besaß mit 55 Prozent mehr Ball, doch fünf Schüsse auf das Tor reichten für Vllaznia nicht. Die Gastgeberinnen warfen alles nach vorn, während die Gäste kompakter standen und den Ball nicht einfach abgeben liessen. Zehn Schüsse auf Ziel bei 55 Prozent Ballbesitz — das zeigt, wo die Chancen lagen.
Was bedeutet der Sieg für Apollon? Die Mannschaft beendet eine Reihe schwacher Ergebnisse. In der letzten Begegnung gegen Charni Sosnowiec hatte man noch 3:3 gespielt, davor gab es Niederlagen gegen Hibernian und Young Boys. Diesmal stand man nur noch zu zehnt, wenn man die gelben Karten zählt, aber hielt die Nerven.
Für Vllaznia bleibt die Enttäuschung. Nach dem 1:2 gegen Spartak Myjava am Vortag und den früheren Niederlagen gegen Inter Mailand und Kolos Kovalivka wirkt die Serie wie ein Abstieg in die Bedeutungslosigkeit. Der Kapitän zog die Mannschaft nicht mit, das war hier zu spät. Die Qualifikation ist vorbei, die nächste Runde bleibt verschlossen.