Nublense und Deportes Puerto-Montt trafen am Freitagabend im Achtelfinal des Pokals von Chile aufeinander. Die Gastgeber gewannen mit 2:1 und beendeten damit eine Negativserie, die sie seit vier Partien nicht mehr verloren hatten. Der Sieg war umso bemerkenswerter, weil die Teams am vergangenen Wochenende noch einmal gegeneinander standen – damals mit 2:0 für die Gäste. Und dann kam der Moment, in dem sich alles drehte.
Die erste Hälfte begann mit einem frühen Treffer. E. Calderon nutzte eine Lücke in der Verteidigung und schob in der dritten Minute zum 1:0 ein. R. Paredes holte sich in der achtzehnten Minute die erste Gelbe Karte, L. Reyes folgte in der vierundzwanzigsten Minute. Kurz vor der Pause verwandelte Paredel einen Foulelfmeter zum 2:0 – ein Coup, der die Stimmung auf dem Platz veränderte. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie die Gäste auf dieses Ergebnis reagierten.
In der zweiten Hälfte kamen mehrere Wechsel. D. Mancilla und C. Mansilla wurden in der vierundfünfzigsten Minute eingewechselt, A. Sabella erhielt daraufhin seine Gelbe Karte. E. Calderon erhöhte in der zweiundfünfzigsten Minute auf 3:0, bevor die Gäste durch Substitutionen und Druck zurückkamen. In der achtundachtzigsten Minute sah R. Paredel die rote Karte – ein Wendepunkt, der das Spiel noch einmal öffnete. Unsere Prognose hatte auf einen Heimsieg getippt, und das bestätigte sich. Nicht durch Dominanz, sondern durch Effizienz in entscheidenden Momenten.
Die Statistik zeigt, was das Spiel prägte. Nublense kontrollierte mit 63 Prozent Ballbesitz das Geschehen, warf 22 Schüsse ab, davon neun ins Tor. Deportes Puerto-Montt verteidigte mit 76 Clears und hielt den Torwart auf acht Paraden. Nebenbei ist festzuhalten: Die Gäste schufen nur eine Großchance, während die Gastgeber zwei produzierten. Drei Schüsse auf Ziel reichten, um den Unterschied zu machen – oder besser gesagt, zwei Gäste-Schüsse auf Ziel und ein Elfmeter.
Der Sieg bedeutet für Nublense den Einzug ins Viertelfinal, für Deportes Puerto-Montt das Aus nach einer Saison, in der sie eigentlich mehr erwartet wurden. Die Gastgeber hatten zuletzt keine Partie gewonnen, die Gäste hatten gerade erst gegen Nublense triumphiert. Und dann stand da dieser Abend, an dem die Statistik nicht zählte, sondern der Wille, den Unterschied zu machen.